Mo, 20. November 2017

Mehr Power

28.01.2009 10:59

Neuer Superrechner für Wiener Unis

Ein neuer Supercomputer "mit 4.000 hochparallel arbeitenden Prozessorkernen" soll ab Herbst 2009 der Technischen Universität (TU) Wien, der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien zur Verfügung stehen. Der Beschluss für die Anschaffung sei am Dienstag offiziell abgesegnet worden, hieß es in einer Aussendung der Unis am Mittwoch. Mit dem neuen Hochleistungsrechner werde Österreich in punkto Rechenleistung "von den hinteren Plätze ins internationale Mittelfeld vorrücken".

Die TU stellt für die Installation der Hardware einen Raum im Freihaus zur Verfügung, der bereits mit der nötigen Kühltechnik ausgestattet ist. Der Zentrale Informatikdienst der TU wird auch für Betrieb und Unterhalt sorgen. Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro.

"Wir streben eine Rechenleistung von 20 bis 50 Teraflops aus bis zu 4.000 Prozessor-Cores an", sagt Herbert Störi, Vorstand des Instituts für allgemeine Physik an der TU Wien und  Leiter des Projekts Supercomputer. Zum Vergleich: Ein Pentium-4-Prozessor mit drei Gigahertz schafft 0,006 Teraflops, das ist gerade einmal ein Zehntausendstel des geplanten Rechners. Schnellere Maschinen als der geplante Wiener Uni-Rechner werden derzeit für militärische Anwendungen oder für die Meteorologie eingesetzt.

Computer sind aus der Forschung nicht mehr wegzudenken. Vor allem Anwendungen wie Klimamodelle, die Modellierung biochemischer Abläufe und die Entwicklung von Halbleitertechnik, aber auch moderne Astronomie, Physik und Mathematik sind zur Überprüfung ihrer Annahmen auf Hochleistungscomputer angewiesen.

Symbolbild

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