Mo, 20. November 2017

Würstel-Eklat

27.01.2009 16:12

Fiona vergreift sich am Jägerball an Würsteln

Kristall-Erbin und Ex-Minister-Gattin Fiona Grasser hat beim altehrwürdigen Jägerball, der Montagabend zum 88. Mal über die Bühne gegangen ist, für einen kleinen Eklat gesorgt. Die Ehefrau von Karl-Heinz Grasser soll Medienberichten zufolge so ausgehungert gewesen sein, dass sie einem vorbei eilenden Kellner einfach ein Paar Würstel vom Tablett klaute, die nicht für sie bestimmt waren.

Laut einem „Heute“-Bericht sei es daraufhin zu einem Wortgefecht und einem „Tellerscherben-Haufen“ gekommen.

Viele Promis am Jägerball
Ungerührt von derartigen Ausschreitungen genoss der Rest der anwesenen Prominenz das glamouröse Fest in vollen Zügen. Von Finanzkrise keine Spur. Bis auf den letzten Platz gefüllt und seit April des Vorjahres restlos ausverkauft, fegten mehr als 5.000 Dirndl und Trachtenjanker in der Wiener Hofburg über das Tanzparkett.

"Das ist der Ball der Bälle", betonte der Wiener Landesjägermeister, Günther Sallaberger, in seiner Eröffnungsrede. "Ich bin zwar kein Jäger, fühle mich ihnen aber deshalb sehr verbunden, weil ich ein guter Esser bin", scherzte etwa der Wiener Bürgermeister Michael Häupl . Die Patronanz hatte heuer die Bundeshauptstadt übernommen.

Dass sich so mancher Promi in Krisenzeiten vom Feiern abhalten lässt, davon hält Häupl nichts. "Solche Pseudoaktionen mag ich nicht, dass man sagt, ich gehe auf keinen Ball wegen der Wirtschaftskrise."

Konrad erteilt dem Opernball am Jägerball eine Absage
Dass Jägerball-Stammgast Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad dem Opernball fernbleiben will, habe nichts mit der Krise zu tun.  "Ich war 15 Jahre lang dort und habe jetzt auf zwei Bälle (Philharmoniker- und Jägerball, Anm.) im Fasching reduziert", sagte er. Den Weidmännern fühlt er sich wohl näher, immerhin habe er erst am vergangenen Wochenende sein letztes Wild erlegt. "Ich habe Wildschweine geschossen", verriet Konrad.

Finanzminister Pröll erzählt vom letzten Abschuss
Der letzte Abschuss von Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll  liegt schon weiter zurück. Im Juni vergangenen Jahres hat er einen Rehbock in seiner Heimat Radlbrunn erlegt. Gleichzeitig outete sich Pröll als leidenschaftlicher Tänzer. "Ich habe heute schon getanzt und tue das auch gerne", sagte er. Pröll halte es "für schlecht, in schwierigen Zeiten daheimzubleiben". Gerade die Bälle seien ein wichtiger Wirtschaftsmotor und bringen über 60 Millionen Euro ein, meinte er.

Ganz ähnlich sahen das wohl auch viele andere Politiker und Prominente, die unter dem Jägervolk gesichtet wurden: So etwa Landwirtschaft- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich, Staatssekretärin Christine Marek, die Wiener Umweltstadträtin Uli Sima, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit Freundin, ÖVP-Frauenchefin Maria Rauch-Kallat mit Alfons Mensdorf-Pouilly, die frühere ORF-Chefin und nunmehrige Raiffeisen-Medienberaterin Monika Lindner, Dompfarrer Toni Faber, Nicole Beutler, Markus Rogan und Christine Reiler, Christian Niedermeier und Petra Müllner, Bettina Steigenberger, Karl Hohenlohe, Isabella und Rudi Klausnitzer.

Bilder der Promis am Jägerball findest du in der Infobox!

Dass Tracht wieder Trend ist, haben vor allem die jugendlichen Ballbesucher gezeigt. Vom Luxusdirndl mit Pelzkragen, Schürzen aus edler Seide und weichem Samt, kurzen Kleidern kombiniert mit frechen Spitzenstrümpfen oder Designertäschchen zur zünftigen Tracht: Für Modefans war der Jägerball allein optisch ein Highlight. Wenig Beachtung fand übrigens das Grüppchen an Demonstranten vor der Hofburg. Mit "Schande über die Jägerbande"-Chören begrüßte es die Ballbesucher, die wiederum höchstens ein mildes Lächeln für sie übrig hatten.

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