Di, 21. November 2017

Domain verwechselt

22.01.2009 13:51

Internet-Anbieter kassiert beim Telefonieren ab

Die Arbeiterkammer warnt vor einem gebührenpflichtigen Internettelefon-Anbieter, der mit dem Namen Skype lockt. Zahlreiche Konsumenten, die gratis über das Internet telefonieren wollten, haben plötzlich eine Rechnung über 96 Euro zugeschickt bekommen. Der Grund dafür: Statt der kostenlosen Domain http://www.skype.com haben sie http://www.skype.at gewählt. Und dieser Anbieter verlangt Gebühren.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat am Donnerstag Nutzern geraten, die Rechnung keinesfalls zu bezahlen. "Auch wenn der Brief vom Inkassobüro kommt, Nerven bewahren und nicht zahlen", riet Georg Rathwallner, Leiter der Konsumenteninformation. Für eine Stellungnahme seitens skype.at war für die APA am Donnerstag niemand erreichbar. Die Kontaktaufnahme scheiterte am Tonband.

Domain verwechselt
Skype.com bietet kostenlose Internettelefonie, anders beim fast namensgleichen Angebot unter skype.at. Viele Konsumenten bemerken das erst dann, wenn ihnen eine Rechnung gestellt wird und sie feststellen, dass sie einen Vertrag abgeschlossen haben.

Viele Konsumentenbeschwerden
Das Unternehmen hinter skype.at ist Konsumentenschützern bekannt. Es handle sich laut AK Oberösterreich um die Firma Contents Service Limited aus Mannheim, die auch die Homepageseite http://www.opendownload.de betreibt, über die es viele Konsumentenbeschwerden gibt. "Zehn Prozent unserer Beratungsgespräche betreffen solche Fälle. Begonnen hat es mit der Website hausaufgaben.de", meinte Rathwallner.

Rechnung nicht bezahlen
Internetnutzern, die das kostenpflichtige Angebot versehentlich gewählt haben, rät Rathwallner zunächst mit einem eingeschriebenen Brief seinen Rücktritt zu erklären. Auch bei den folgenden Mahnungen heißt es, gute Nerven zu bewahren und nicht zu zahlen. "Unsere Erfahrung zeigt, dass solche Firmen bisher noch keinen Konsumenten geklagt haben, der die Rechnung nicht bezahlte", so der Leiter der Konsumenteninformation. Leider begleichen fast 80 Prozent der Empfänger doch die Rechnung, davon leben diese Firmen ganz gut, meinte Rathwallner.

Symbolbild

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