Sa, 18. November 2017

Fall für Psychiatrie?

20.01.2009 17:22

Mordversuch war nur vorgetäuscht

Der angebliche brutale Mordversuch an einer Linzerin am Montag war nur vorgetäuscht. Das "Opfer" hat sich selbst verletzt. Das gab der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Dienstagnachmittag bekannt.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft sage er in der Angelegenheit nur noch folgendes: Der Fall sei vorerst geklärt. Das Opfer habe die Tat nur vorgetäuscht. Es sei "womöglich ein Fall für die Psychiatrie", deutete Lißl an.

Verletzt, gefesselt und geknebelt
Die Nachbarn hatten am Montag die Polizei alarmiert, weil sie Lärm aus der Nachbarwohnung gehört hatten. Als die vier Beamten eintrafen, fanden sie die Frau verletzt, geknebelt und gefesselt in ihrer Wohnung vor. Nach ihren Angaben habe sie ein Unbekannter mit einer Pistole bedroht, sie in die Wohnung gezwungen und gedroht, sie in der Badewanne zu ertränken. Das "Opfer" stand unter schwerem Schock. Der Notarzt musste sie eine Stunde lang stabilisieren, bevor sie ins Krankenhaus eingeliefert werden konnte. Vom Täter fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur. Auch der Einsatz des Einsatzkommandos Cobra, die das Wohnhaus und die Nachbargebäude durchsuchte, brachte kein Ergebnis.

Genaue Täterbeschreibung
Die Linzerin gab eine detaillierte Beschreibung des Täters ab, wonach dieser eine Narbe auf der rechten Gesichtshälfte bis zum Hals und eine Tätowierung am linken Zeigefinger gehabt haben solle. Außerdem hätte der Täter eine grünbraune Uniform getragen.

Noch-Ehemann stand unter Verdacht
Dadurch geriet auch der Ehemann der Frau, ein Bundesheer-Angehöriger, kurzzeitig in Verdacht. Das Paar lebt in Scheidung. Der wurde polizeilich überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass er sich zum Tatzeitpunkt in Niederösterreich aufgehalten hatte und deshalb als unmittelbarer Täter nicht infrage kam. Die Polizei vermutete deshalb zunächst, dass eine Dritte Person die Tat ausgeführt haben könnte.

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