Fr, 24. November 2017

Wahlkampf-Thema?

16.01.2009 17:34

Debatte um Linzer Stadionprojekt

Ein Fußballstadion im Hinterhof eines Büro-, Hotel- und Geschäftszentrums in der Linzer Wiener Straße begeistert natürlich SP-Planungsstadtrat Klaus Luger: "Das wäre städtebaulich ebenso kreativ wie wirtschaftlich und verkehrstechnisch, weil viele große Arenen Europas für die Fans nur mit Öffis erreichbar sind."

Wie die "Krone" enthüllte, sieht die geheime Studie für eine LASK-Arena bei den ÖBB-Werkstätten vorerst möglichst wenige Parkplätze als Verkehrserreger vor, während für das nahe Opernhaus eine Tiefgarage für 280 Autos vorgeschrieben ist. Deshalb verweist VP-Vize Erich Watzl auf eine FIFA-Richtlinie, wonach sechs Zuschauer einen Parkplatz brauchen: "Sonst bleibt das Stadion wieder nur eine halbe Sache!" Sollen demnach 20.000 Fans mit 3.333 Autos mitten in die Linzer City brausen?

Architekt: "Ist notwendig, was machbar wäre?"
"Wir könnten zwar fünf Geschoße tief graben - aber ist notwendig, was machbar wäre?", fragt der planende Linzer Architekt Franz Kneidinger, der das Garagenangebot lieber ebenso klein hält, wie die Lärm- und Abgasbelastung für die Anrainer.

Watzl lobt jedoch den "optimalen Komfort" für Stadionbesucher in Salzburg oder München, wo 2.000 bzw. 9.800 Autos nahe parken können. Luger nennt hingegen positive Beispiele in Barcelona, Bologna - oder Madrid, wo bis zu 80.000 Real-Fans nur per U-Bahn und Öffis anrollen: "Auch bei uns führen Bahn, Bim und Bus direkt zur künftigen Arena!"

Symbolbild

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