Sa, 21. Oktober 2017

Lange Anamnese

11.01.2009 16:10

Der zähe Weg zur Linzer Medizin-Uni

Eine Studie über zunehmenden Fachärztemangel in Oberösterreich hat die Debatte um eine Medizin-Uni in Linz neu angefacht. Aber auch Kritik kommt auf: FPÖ-Klubchef Günther Steinkellner rügt, man halte sich viel zu lange bei der Anamnese, also Zustandsbeschreibung auf, statt endlich zur Therapie zu schreiten.

"Seit drei Jahren liegen entsprechende Anträge im Landtag. Bei der Anhörung im Juni 2006 wurde eindeutig die Notwendigkeit einer weiteren Medizin-Uni bestätigt", blickt Steinkellner zurück: "Es wird Zeit, dass Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger (SPÖ) dem Landtag berichtet, was sie bis jetzt beim Bundeskanzler und den zuständigen Ministern erreicht hat, dass Oberösterreich tatsächlich diese neue Medizin-Universität bekommt."

Österreich braucht vierte Medizin-Uni
Dass Österreich eine neue, vierte Medizin-Uni braucht, ist fachlich auch schon länger unumstritten: Derzeit gibt es etwa 1.350 Erst-Studienplätze pro Jahr, es müssten jedoch etwa 2.000 pro Jahr zur Verfügung stehen, um den Bedarf an Ärzten abzudecken.

Auch BZÖ-Gesundheitssprecher Josef Brunmair spricht von altbekannten Tatsachen: "Gesundheitslandesrätin Stöger soll endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und Regierungskompetenz zeigen!"

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