Mi, 22. November 2017

Behörden entspannt

08.01.2009 18:13

Bisher sechs Anzeigen gegen Rauchsünder

Bereits sechs Bürger haben in den ersten beiden Amtstagen beim Bezirksverwaltungsamt der Stadt Linz nach dem Antirauchergesetz Anzeigen gegen Wirte erstattet. Insgesamt wurden mehr als doppelt so viele Lokale "angedübelt". Inzwischen rotten sich die Raucher in "ihren" Zonen zusammen.

"Da haben sicher einige schon auf das Inkrafttreten des neuen Gesetzes gewartet", erklärt Martina Steininger, Chefin des Linzer Bezirksverwaltungsamtes: "Nur eine Anzeige wurde anonym erstattet, die anderen haben sich schon mit Namen deklariert." Die "Feinde" der Nichtraucher sind vor allem Lokale in der Innenstadt. Wobei es nicht nur um die unerwünschte Qualmerei an sich geht, weiß Steininger: "Auch das Fehlen von Raucherpickerln wurde angezeigt."

Vorerst wird auf Aufklärung gesetzt
Vorerst will die Behördenleiterin aber noch nicht mit voller Härte durchgreifen: "Viele Wirte haben Umbauanträge gestellt und sind so lange quasi straffrei. Vorerst setzen wir noch auf Aufklärung, viele Lokalbetreiber haben das Gesetz bisher noch nicht wirklich ernst genommen. Ein fehlendes Pickerl wird nicht das große Problem sein, Dauersünder hingegen schon."

Nichtraucherzonen fast entvölkert
Ein Lokalaugenschein in Cafés wie dem "Segafredo" in der Linzer Arkade oder der "Remembar" im Passage Center zeigt: Die Raucher sitzen zusammengepfercht in ihren Bereichen, die Nichtraucherzonen sind teilweise fast entvölkert.

Von Christoph Gantner und Gernot Fohler, Oberösterreichische Krone

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