Sa, 16. Dezember 2017

Überlebenskampf

07.01.2009 16:18

Kremser Firma Eybl stellt Geld für Fortführung auf

Eybl International hat am Mittwoch in fast allen Werken die Produktion wieder hochgefahren, an einzelnen Standorten im Ausland enden die Werks-Weihnachtsferien erst am 12. Jänner. Laut Eybl-International-Vorstandschef Otto Zwanzigleitner ist mittlerweile die Zwischenfinanzierung des Fortbetriebs sichergestellt. Eybl International und Eybl Austria mussten Ende Dezember Ausgleich anmelden. Jetzt im Ausgleich wird mit dem slowenischen Autozulieferer Prevent auf Hochtouren neuerlich um eine Übernahme verhandelt.

Zwanzigleitner bestätigte am Mittwoch , dass mit Prevent auch an den vergangenen beiden Tagen Gespräche liefen. Ob man in diesem Monat noch handelseins werden könnte? "Es ist das Bestreben des Managements von Eybl International und auch von Prevent, schnellstmöglich positive Informationen geben zu können", so der Eybl-Konzernchef. Ihm, Zwanzigleitner, sei es wichtig, den 4.200 Mitarbeitern sagen zu können, was im nächsten Monat sein wird. Derzeit sei man "vorsichtig optimistisch".

Keine Teilverkäufe geplant - "Es geht um Gesamtkonzern"
Um welche Anteile und Assets es in den Verhandlungen geht, wird vorerst weiter nicht verraten. Zu Medienspekulationen um einen Abverkauf osteuropäischer Werke meinte der Vorstand heute nur, dass "Eybl International mit allen Niederlassungen und Töchtern eng vernetzt" sei, so dass eine Zerteilung sicher schwierig würde. "Es geht um eine Lösung für den Gesamtkonzern".

Noch keine der 600 angemeldeten Kündigungen vollzogen
Vor Weihnachten hatte - im Vorfeld des Ausgleichsantrags - Eybl International 600 Mitarbeiter in Österrreich vorsorglich zur Kündigung anmelden müssen. Dazu war man gesetzlich verpflichtet. Bisher wurde keine Kündigung ausgesprochen, sagte Zwanzigleitner. Sollten die Übernahmeverhandlungen zu einem guten Abschluss kommen, würde es auch nicht zu so vielen Stellenstreichungen kommen. Klar sei, dass es angesichts des schwierigen Umfelds in der Autobranche und Zulieferindustrie zu "Verschlankungen" kommen müsse.

Eybl produziert in fünf Ländern, neben zwei österreichischen Fabriken (Krems, Gmünd) gibt es noch sieben weitere Werke (Rumänien, Ungarn, Slowakei, Deutschland).

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