Sa, 25. November 2017

Rosenkrieg

24.12.2008 09:09

Linzer mit Tochter auf die Philippinen geflüchtet

Das Schlimmste wurde befürchtet, weil von einem Linzer Vater und seiner vierjährigen Tochter seit sechs Wochen jedes Lebenszeichen fehlt. Doch jetzt leuchtet ein Funken Hoffnung: Die Polizei hat Beweise, wonach die beiden Vermissten auf die Philippinen, dem Geburtsland der Mutter, geflogen sein dürften. Eine oberösterreichische Zugpassagierin gab der Polizei den entscheidenden Hinweis. Die Namen von Claudius A. und seiner kleinen Tochter wurden auf entsprechenden Passagierlisten entdeckt.

Eine Frau hat sich nach den Medienberichten über das Verschwinden des Mannes gemeldet. Sie sagte der Polizei, dass sie mit einem Vater und seiner Tochter im Zug nach Frankfurt gesessen ist. Dieser habe ihr erzählt, dass sie auf dem Weg auf die Philippinen seien. Die Beamten haben daraufhin die Passagierlisten von Frankfurt nach Manila überprüft und die beiden darauf gefunden. Pikant: Da sowohl die Mutter und der Vater das Sorgerecht haben, hat der 51-Jährige sich dabei auch nicht strafbar gemacht.

Dass der 51-Jährige Claudius und seine kleine Tochter Vanessa wohlauf sind, wird für die Polizei damit immer wahrscheinlicher. Denn der Kraftfahrer könne auf den Philippinen kaum erfahren haben, dass seine "Ex", die zuvor schon samt Kindern in ein Mutter-Kind-Heim geflüchtet war, in Linz Vermisstenanzeige erstattet - und damit, wie berichtet, große Sorgen und Ängste ausgelöst hat.

Konto offenbar für Flug geleert
Weil sein Handy seit Wochen ausgeschaltet ist, sein Auto beim Linzer Hafen gefunden und kein Geld von seinem Konto mehr abgehoben wurde, musste die Polizei aber zunächst das Schlimmste befürchten: Dass der Mann und jenes seiner drei Kinder, das ihm nach eigenen Angaben das liebste ist, bereits tot sind. "Jetzt wissen wir aber, dass der Mann weder depressiv noch aggressiv ist, dass er an seinem Leben, seinen Kindern und an den Philippinen hängt - und dafür vorher sein Konto geleert hat", kann Sicherheitsdirektor Alois Lißl vorsichtig Entwarnung geben.

28-jährige Gattin flüchtete ins Mutter-Kind-Heim
Die 28-jährige Filipina Marie-Luce A. war vor Wochen mit ihren drei Kindern ins Linzer Mutter-Kind-Heim geflüchtet. Polizei und Jugendamt wurden eingeschaltet, die Ehe mit Claudius A. stehe vor der Scheidung, hieß es. Die Frau wollte wohl zu ihrer Familie auf die Philippinen zurück, die sie mit ihrem einjährigen Kleinsten von Juni bis Oktober besuchte, während die beiden Größeren beim Vater im Land geblieben waren. Am Morgen des 9. November holte Claudius A. nur seine "Lieblingstochter" ab. Er wollte Vanessa am Abend zur Mutter ins Heim zurückbringen - doch sie blieben verschwunden.

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