Fr, 20. Oktober 2017

Big Brother

23.12.2008 10:40

Skepsis gegen Video-Überwachung in Linzer Öffis

"Im Sinne der Sicherheit der Passagiere müssen die Linz Linien Videoüberwachung einbauen", fordert ÖVP-Klubobmann Thomas Stelzer. Und führt als Beispiel Graz an, wo der Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe nun beschlossen hat, auf Big Brother zu setzen. In Linz sind die Verantwortlichen hingegen weiter skeptisch.

"Man kann vielleicht Vandalismus damit eindämmen - aber damit haben wir gottlob kein allzu großes Problem", steht etwa Linz AG-Vorstand Walter Rathberger Big Brother in den Nachtlinien, die im März 2009 ihren Dienst aufnehmen, reserviert gegenüber. "Zumal auch in puncto Datenschutz nicht alles geklärt ist. Unsere Juristen prüfen das bereits seit längerem - aber so wies aussieht, dürfte man nicht aufzeichnen - und dann wäre eine Überwachung nicht zweckmäßig."

Vorbild Wien
Stelzer hingegen pocht darauf, dass etwa bei den Wiener Linien die Zahl der Delikte durch Videoüberwachung stark gesunken ist. Rathberger hingegen führt ein anderes Modell an. Man könnte ja auch in manchen Bussen oder Straßenbahnen Begleitpersonen einsetzen. Was etwa beim Urfahraner Jahrmarkt bereits gemacht wurde - mit dem Ergebnis, dass für die Sicherheitsleute von Securitas, die in Zivil unterwegs waren, kein Bedarf bestand.

Kein Bedarf an Taxi-Überwachung
Übrigens: Die Nachfrage nach nachträglichen Kamera-Einbauten in Taxis war (wie berichtet) ebenfalls nur sehr, sehr gering.

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