Sa, 18. November 2017

RTL in Alta Badia

23.12.2008 15:16

Daniel Albrecht fährt zweiten Saisonsieg ein

Die Schweizer Ski-Herren haben am Sonntag erstmals seit 1998 einen Sieg im Riesentorlauf-Klassiker von Alta Badia gefeiert. Fast auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Erfolg von Michael von Grünigen setzte sich diesmal Daniel Albrecht auf der Gran-Risa-Piste durch und übernahm damit Platz eins im Riesentorlauf-Weltcup, für den 25-Jährigen war es der vierte Weltcup-Erfolg seiner Karriere. Hinter Albrecht landeten der Kroate Ivica Kostelic (+0,12 Sekunden) und der Salzburger Hannes Reichelt (0,33)

Reichelt verdankte seinen Stockerlplatz einem famosen zweiten Durchgang, in dem er mit sechstbester Laufzeit noch vom 14. auf den dritten Rang nach vorne stürmte. "Nach dem viel zu verhaltenen ersten Durchgang bin ich mit der Wut im Bauch gefahren. Endlich ist mir ein ähnlicher Lauf wie im Training gelungen", freute sich der Super-G-Weltcup-Sieger des vergangenen Winters.

Für den Radstädter war es das erste echte Topergebnis in der laufenden Saison, bis Sonntag war der neunte Rang vom Riesentorlauf in Val d'Isere sein bestes Ergebnis gewesen. "Mir fehlte dieser berühmte Kick, den hab' ich mir jetzt geholt, jetzt sollte es dahingehen", hoffte der Salomon-Pilot, der vor zwei Jahren in Alta Badia sogar Laufbestzeit im zweiten Durchgang markiert hatte.

ÖSV-Durststrecke in Alta Badia dauert an
Diesmal nur zweitbester Österreicher war Benjamin Raich als Siebenter, ebenfalls Weltcup-Punkte holten Marcel Hirscher (12.), Romed Baumann (19.) und Philipp Schörghofer (23.). Österreichs Herren sind damit in Alta Badia weiterhin seit 1997 ohne Sieg, damals hatte Christian Mayer den Riesentorlauf gewonnen. Die nächste Gelegenheit bietet sich aber bereits am Montag im Slalom.

Benni Raich nicht zufrieden
Raich, in Alta Badia bereits zweimal Zweiter, war diesmal mit den Leistungen in beiden Durchgängen nicht wirklich zufrieden. "Im ersten Durchgang habe ich es nicht geschafft, richtig ans Limit zu gehen. Im zweiten Lauf war die Piste dann natürlich schon schlechter, aber immer noch besser als meine Fahrt", erklärte der Pitztaler, zur Halbzeit Fünfter, selbstkritisch.

Österreichs Nachwuchshoffnung Hirscher bestätigte mit Rang zwölf seinen Aufwärtstrend im Riesentorlauf. "Die Weltcup-Strecken gehen im Vergleich zum Europacup extrem an die Kraftsubstanz. Aber die Piste hier ist perfekt für mich, steil und schwer", erläuterte der 19-Jährige.

Riesenenttäuschung bei Gruber
Eine Woche zum Vergessen hat hingegen Christoph Gruber erlebt, in Gröden gab es die Plätze 46 (Super G) und 31 (Abfahrt), in Alta Badia schied der Tiroler dann im zweiten Lauf aus. "Das war eine der schlimmsten Wochen meiner Karriere", war der Schwazer verzweifelt. Gruber hatte sich voll auf die Abfahrt in Gröden konzentriert und dafür die Riesentorlauf-Vorbereitung vernachlässigt, unterm Strich blieb der Erfolg dann auf der ganzen Linie aus. "Meine Strategie geht derzeit einfach nicht auf, ich finde nicht die richtige Mischung."

Für Stephan Görgl war das Rennen bereits nach Durchgang eins beendet, nach ausgezeichneter Fahrt im oberen Teil machte der Steirer ausgerechnet vor dem flachen Schlussstück einen schweren Fehler und riss insgesamt 3,11 Sekunden Rückstand auf (Rang 34). "Das war ein richtig beschissenes Tor. Aber ich gehe mit dem Gefühl in die Weihnachtspause, dass ich schnell Ski fahren kann", nahm Görgl, im Gröden-Super-G als Sechster bester Österreicher, Positives von Südtirol mit nach Hause.

Endstand:

1.

Daniel Albrecht

SUI

2:32,71 Minuten

2.

Ivica Kostelic

CRO

2:32,83

3.

Hannes Reichelt

AUT

2:33,04

4.

Ted Ligety

USA

2:33,16

5.

Didier Cuche

SUI

2:33,20

6.

Jean-Baptiste Grange

FRA

2:33,23

7.

Benjamin Raich

AUT

2:33,28

8.

Aksel Lund Svindal

NOR

2:33,48

.

Massimiliano Blardone

ITA

2:33,48

10.

Thomas Fanara

FRA

2:33,68

11.

Marcus Sandell

FIN

2:33,83

12.

Marcel Hirscher

AUT

2:33,84

13.

Cyprien Richard

FRA

2:33,93

14.

Didier Defago

SUI

2:34,12

15.

Carlo Janka

SUI

2:34,17

16.

Peter Fill

ITA

2:34,25

17.

Kjetil Jansrud

NOR

2:34,26

18.

Manfred Mölgg

ITA

2:34,46

19.

Romed Baumann

AUT

2:34,52

20.

Joel Chenal

FRA

2:34,72

21.

Thomas Mermillod Blondin

FRA

2:34,77

22.

Marc Berthod

SUI

2:34,87

23.

Philipp Schörghofer

AUT

2:35,31

24.

Jake Zamansky

USA

2:35,35

25.

Gauthier de Tessieres

FRA

2:35,39

26.

Jean-Philippe Roy

CAN

2:35,63

Out im zweiten Durchgang: Mario Matt, Christoph Gruber (beide AUT), Bode Miller (USA), Jukka Leino (FIN)

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