Mi, 22. November 2017

Verwicklungen

22.12.2008 11:52

Amerikaner wollen Stromverträge aufheben

Monatelang soll Oberösterreichs Landesrechnunghof die Cross-Border-Leasingverträge der Energie AG mit amerikanischen Investoren prüfen, mit denen sie Kraftwerke und einen Teil des Stromnetzes finanziert und 145 Millionen Euro lukriert hat. Doch nun droht die Zwangsaufhebung der Verträge durch die US-Steuerbehörde.

Es könnte also sein, dass die amerikanische Steuerbehörde IRS dem Landesrechnungshof noch viel mühselige Arbeit erspart - mit allerdings schwer kalkulierbaren Auswirkungen auf die Energie AG, die zumindest zum Teil um die Gewinne aus den Deals mit USA-Steuertricks noch umfallen könnte, sofern vertragliche Riskentragungsregeln das nicht verhindern sollten.

Neue Verträge verboten, alte werden gekippt
Neue Cross-Border-Verträge hat der US-Kongress ab 2004 verboten, nun sollen auch die alten gekippt werden: Das IRS forderte die etwa 100 Investoren in den USA per Formblatt dazu auf, ihre CBL-Verträge mit Unternehmungen in anderen Ländern bis zum 31. 12. 2008 vorfristig zu beenden. Andernfalls würde diese zwangsaufgehoben.

Komplizierte Verträge
Wie das Beenden solcher komplizierter Verträge über den fiktiven Verkauf und die Zurückmietung von Anlagen aber aussehen soll, ist bislang völlig unklar - nicht nur Verkäufer und Investor sind ja daran beteiligt, sondern auch noch Banken und Versicherungen.

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