Fr, 15. Dezember 2017

Krebs überstanden

09.12.2008 11:03

Mutige Miriam Pielhau zeigt sich ohne Perücke

Miriam Pielhau ist eine wahrhaft mutige Frau. Im Frühjahr ist die zu diesem Zeitpunkt noch 32-Jährige ohne Beschönigung ihrer Brustkrebs-Erkrankung an die Öffentlichkeit gegangen – und hat so wohl viele ebenfalls junge Frauen auf die Idee gebracht, eine Vorsorgeuntersuchung machen zu lassen –, jetzt hat sich die „Big Brother“-Moderatorin ohne Perücke bei einem Pressetermin anlässlich der neunten (!) Staffel gezeigt. Zwar war Pielhau im Frühsommer bereits kurz nach der Krebs-OP wieder als Moderatorin im Einsatz gewesen, doch bisher sah man die 33-Jährige nicht mit ihren kurzen Haaren, die von der belastenden Chemotherapie zeugen.

Die nächsten 211 Tage wird Pielhau nun mit „Big Brother 2“-Gewinnerin Alida Lauenstein von dem Geschehen aus dem BB-Haus berichten. Die ersten sechs Kandidaten sind am Montagabend in ihr neues Heim, das in die Bereiche "Himmel" und "Hölle" aufgeteilt ist, eingezogen. Harte Pritschen, Kaltwasser-Duschen und Bänke aus Beton warteten auf die "Höllen-Bewohner" - wer "Strafe" verdient hat, wird in den kargen Außenbereich verbannt. Im "Himmel" gibt es Sauna, Fitness-Studio und stilvolle Möbel. Die Bewohner der "Hölle" müssen Dienstarbeiten für ihre "Himmels-Kollegen" verrichten. Je nachdem, wie die Kandidaten die ihnen gestellten Aufgaben erfüllen, können sie in den "Himmel" auf- oder in die "Hölle" absteigen.

Insgesamt sollen bald zwölf Männer und Frauen für die rund sieben Monate in dem BB-Haus leben und dabei - wie aus den vergangenen acht Staffeln gewohnt - rund um die Uhr von 60 Kameras und 50 Mikrofonen beschattet werden. Diskussionen, Streit, Tränen oder Liebeleien - nichts bleibt geheim.

Immer montags entscheiden die Zuschauer per Telefon-Voting, welcher Bewohner das Haus verlassen muss. Der Sieger erhält nach dem Finale am 6. Juli 2009 ein Preisgeld von 250.000 Euro.

Treue Fangemeinde
Im Jahr 2000 ging die "Mutter aller Reality-Formate" - so Endemol Deutschland-Chef Marcus Wolter - erstmals bei RTL II an den Start. Damals erreichte die Serie mit Bewohnern wie "Sladdi" und Jürgen und teilweise mehr als fünf Millionen Zuschauern nahezu Kultstatus. Auch wenn das Interesse in den folgenden Jahren deutlich abflaute, hat das Format eine treue Fangemeinde. Die im Juli zu Ende gegangene achte Staffel erreichte bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen durchschnittlichen Marktanteil von 8,4 Prozent. Bei den meisten Zuschauern handelte es sich nach Senderangaben um Studenten.

"Das Niveau der Kandidaten steigt“
Tausende Bewerbungen seien für die neunte Staffel eingegangen, berichtet RTL-II-Programmdirektor Axel Kühn, der meint, die Sendung werde von Mal zu Mal "schöner". Das bedeute auch, dass das Niveau der Kandidaten steige. Im Gegensatz zu manch früherer Staffel seien jetzt "keine Dumpfbacken" dabei. Handelte es sich früher bei den Bewerbern überwiegend um Leute mit viel Zeit, sei der Kreis nun gemischter mit Menschen aus allen möglichen Schichten und Berufsgruppen. Bei den neuen Bewohnern reicht die Spanne vom Schüler über den Handwerker bis zum Akademiker.

Nazi-Grüße und pädophile Witze
Vor unliebsamen Überraschungen sind die Macher natürlich dennoch nicht gefeit: In der Vergangenheit wurden einzelne Bewohner vorzeitig aus dem Haus geschmissen, weil sie einen Nazi-Gruß oder pädophile Witze vom Stapel gelassen hatten...

Insgesamt haben bisher 218 Kandidaten 1.472 Tage bei "Big Brother" verbracht. Und schon jetzt sind die Veranstalter sicher: Es wird auch eine zehnte Staffel geben.

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