Mo, 11. Dezember 2017

Riskant überholt?

02.12.2008 10:19

Schwerer Unfall bei Radrennen

Ein Hobby-Radrennen hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Nachdem das Überholmanöver eines 45-Jährigen drei Verletzte gefordert hatte, muss sich der Mann nun vor Gericht verwantworten.

Es war der 1. Mai dieses Jahres. Im schönen Orth/Donau (NÖ). Die vielen Fahrer des Ereignisses waren bereits zehn Kilometer vor dem Ziel, als einer der Teilnehmer ausscherte, alle anderen seines Feldes überholte und sich an die Spitze setzte. So weit, so sportlich. Aber er soll mit seinem Manöver andere zu Sturz gebracht haben.

Das traurige Ende dieses Überholmanövers: drei verletzte Sportler. Ein 45-jähriger ÖBB-Angestellter wurde nach der Verletzung sogar in Pension geschickt. Die anderen beiden Männer kamen glücklicherweise mit leichteren Blessuren davon. Während des Manövers soll der jetzt Angeklagte noch gerufen haben: "Jetzt hau ich dich runter", und damit einen Rivalen gemeint haben.

Video soll Unschuld beweisen
"Ich habe zwar überholt, als ich an sechster Stelle war, und habe mich dadurch an die Spitze des Feldes setzen können, aber durch mich ist sicher niemand zu Sturz gekommen", verteidigt sich der ebenfalls 45-jährige Angeklagte jetzt in Korneuburg vor Gericht. Die Stürze hätten erst viel später stattgefunden. Was er mit einem Video belegen möchte, das zufällig gedreht worden war und auch tatsächlich zeigt: Die Stürze fanden erst statt, als er schon vorne war.

Aber ein Zeuge und gleichzeitig Opfer hat Gegenargumente: "Wir waren durchschnittlich etwa mit 45 Kilometer pro Stunde unterwegs, als er uns überholte. Dadurch mussten wir anderen die Räder verreißen, und so kam es dann schließlich zur Kollision. Er war eindeutig schuld."

Keine leichte Aufgabe für den Richter. Er will weitere Zeugen hören: Vertagt!

Kronen Zeitung
Symbolbild

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