Fr, 24. November 2017

„Irreführend“

27.11.2008 14:06

Großbritannien verbietet iPhone-Werbespot

Zum zweiten innerhalb eines halben Jahres ist Apple in Großbritannien die Aussendung eines iPhone-Werbespots verboten worden. Offenbar hatte das Unternehmen im Spot falsche bzw. unpräzise Angaben zur Schnelligkeit des iPhones gemacht, berichtet die BBC. Die Werbung bezeichnete das Handy als "really fast" und zeigte dazu Internetseiten, die zum Laden weniger als eine Sekunde brauchten. Bei der Aufsichtsbehörde Advertising Standards Authority (ASA) gingen daraufhin 17 Beschwerden von Kunden ein, die kritisierten, der Spot sei irreführend und unwahr.

Bereits im August dieses Jahres musste Apple in Großbritannien einen iPhone-Spot einstellen, weil sich Konsumenten über irreführende Darstellungen zu den Internetfähigkeiten des Telefons beschwert hatten. Aktuell verteidigt sich Apple UK damit, dass ein Vergleich zwischen der Geschwindigkeit des 3G-Models und seines 2G-Vorgängers gezogen worden sei. Die getroffenen Aussagen seien relativ, nicht absolut zu verstehen.

Im TV-Spot war mehrmals die Phrase "really fast" gefallen und das Laden von Seiten wie Google Maps dauerte nicht länger als einen Bruchteil einer Sekunde. Eine Einblendung wies allerdings darauf hin, dass die Netzwerkleistung regional unterschiedlich sein könne.

Die ASA begründet ihr Verbot damit, dass der Spot leicht dazu führe, die Leute in den Glauben zu versetzen, das Handy sei tatsächlich so schnell wie in der Werbung vorgezeigt. "Weil wir gesehen haben, dass es das nicht ist, kommen wir zu dem Schluss, dass die Werbung irreführend sein kann.

Apple beharrt darauf, der Spot sei ein Vergleich zum Vorgängermodell, relativ zu verstehen und daher nicht irreführend. Zudem würde der durchschnittliche Konsument sich darüber im Klaren sein, dass die Performance des iPhone variieren könne, argumentiert das Unternehmen. Das werde außerdem durch die Texteinblendung klar verdeutlicht. (pte)

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