Mo, 18. Dezember 2017

Genarrt und beraubt

01.12.2008 16:22

Pensionistin (84) zahlt Geld an "falschen" Neffen

Mithilfe des "Neffentricks" ist in der vergangenen Woche eine Pensionistin geschädigt worden. Ein Unbekannter versuchte, einer 83-jährigen Tullnerin 34.000 Euro herauszulocken. Diese Summe erhielt er zwar nicht, aber doch einen fünfstelligen Euro-Betrag.

Der Mann hatte am Telefon behauptet, ein Verwandter aus Deutschland zu sein. Er halte sich gerade in Tulln auf und brauche das Darlehen kurzfristig für einen Wohnungskauf. Da die Pensionistin, die tatsächlich einen Neffen in Deutschland hat, nicht so viel Geld aufbringen konnte, gab sich der Täter mit einem fünfstelligen Betrag zufrieden, den die Frau am Donnerstag von ihrer Bank behob.

Dreist: Fremder vertröstete Pensionistin mit Rückzahlung
Kaum war sie in ihrer Wohnung zurück, rief der "Neffe" an: Er sei leider persönlich verhindert, sie möge den Betrag aber einem Herrn Braun aushändigen und würde das Geld noch am selben Abend zurückbekommen. In einem weiteren Telefonat wurde die Frau dann hinsichtlich der Rückgabe auf den nächsten Tag vertröstet - seitdem hat sich der "Neffe" nicht mehr gemeldet.

Von einem ähnlichen Vorfall berichtet die Bundespolizeidirektion St. Pölten: In der Landeshauptstadt erhielt eine 81-Jährige am Freitag einen Anruf einer angeblichen Cousine aus Deutschland, die ihre finanzielle Notlage schilderte und um Hilfe bat. Die Pensionistin schöpfte aber Verdacht und informierte nicht nur ihren Sohn, sondern auch die Polizei. Die Anruferin trat jedoch nicht mehr in Erscheinung, so dass eine Fahndung nach der möglichen Verdächtigen durch Zivilstreifen ergebnislos verlief.

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