Di, 17. Oktober 2017

Virtuell betrogen

15.11.2008 19:18

Affäre in „Second Life“ kostet Briten die Ehe

Eine Affäre in der virtuellen Welt von "Second Life" hat einem Briten im echten Leben seine Ehe gekostet. Seine Frau reichte die Scheidung ein, nachdem sie ihren Mann im Netz auf frischer Tat ertappt hatte, wie die Zeitung "The Times" am Freitag berichtete. Detail am Rande: Auch sie hatte ihren Ehemann im Mai 2003 in der Internet-Parallelwelt von "Second Life" kennengelernt, sechs Monate später zog sie bei ihm ein.

Das Paar heiratete im Juli 2005, während ihre "Second Life"-Avatare - jüngere und schlankere Versionen der beiden - eine Online-Hochzeitszeremonie für ihre virtuellen Freunde abhielten. Jetzt jedoch ertappte die Frau ihren 40-jährigen Mann in "Second Life" in verfänglicher Situation mit einer Online-Prostituierten. Das sei der "äußerste Verrat", klagte die 28-Jährige. Sie sei total verletzt, und das Internet-Stelldichein sei aus ihrer Sicht "ganz klar Betrug", auch wenn ihr Mann ihre Aufregung überhaupt nicht verstehe, sagte sie der "Times".

Mit "World of Warcraft"-Mann getröstet
Laut der "Betrogenen" ist ihr Noch-Ehemann inzwischen mit der Frau zusammen, mit der er seine Online-Affäre hatte - obwohl er sie noch nie gesehen hat. Sie selbst hat ebenfalls eine neue Beziehung mit einem Mann, den sie durch das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" kennengelernt hatte.

"Second Life" ging 2003 an den Start und hat mehr als 15 Millionen Nutzer. In der kostenpflichtigen dreidimensionalen Internetwelt können sich die Nutzer eine völlig neue Identität geben und mit anderen Spielen sowie ihrer virtuellen Umfeld interagieren.
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