Di, 17. Oktober 2017

Jedem sein Handy

04.11.2008 14:08

Billig-Handys sollen „digitale Kluft“ überwinden

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia will künftig mit neuen Billig-Handys und günstigen Internetdiensten auf Wachstumsmärkte wie Indien setzen und zugleich die Konzernstruktur straffen. Wie der finnische Branchenführer am Dienstag in Neu-Delhi mitteilte, sollen noch in diesem Jahr neue Modelle mit einem Preis zwischen 25 und 90 Euro auf den Markt kommen, die in Kombination mit speziell entwickelten Internetdiensten bei der Überwindung der "digitalen Kluft" zwischen Arm und Reich helfen sollen.

Ab 2009 will Nokia dafür einen eigenen E-Mail-Dienst "Mail on Ovi" anbieten, der direkt auf dem Handy und ohne Umweg über einen PC eingerichtet werden kann. Unter dem Namen "Nokia Life Tools" soll gleichzeitig für ländliche Gebiete und Kleinstädte in Wachstumsmärkten ein einfacher und günstiger Internet-Zugang per Handy ermöglicht werden. Dabei hat man insbesondere Landwirte, Schüler und Studenten im Blick.

Dazu werden mit dem "2323 classic" und dem "2330 classic" auch Handymodelle gestartet, die besonders preisgünstig und speziell für die Informationsangebote gedacht sind. Das nur 40 Euro teure "2323 classic" bietet ein FM-Radio und einen Internetbrowser, während das "2330 classic" für zehn Euro mehr auch eine Kamera umfasst. Sowohl die Handys als auch die Informationsangebote sollen im weiteren Verlauf des Jahres 2009 auch in einigen anderen asiatischen und afrikanischen Ländern angeboten werden.

Ein weiteres neues Handy ist das "1202", das ländlichen Nutzern keine großen Entertainment-Features, dafür jedoch eine Taschenlampe und eine lange Batterielaufzeit bietet. Mit einem Preis von nur 25 Euro ist es laut Nokia das bisher billigste Gerät des Herstellers und soll noch dieses Jahr verfügbar sein. Etwas leistungsfähigere, aber immer noch günstige Modelle wurden ebenfalls angekündigt und umfassen das internetfähige "7100 Supernova" mit Radio und Kamera um 75 Euro, sowie das "5130 XpressMusic" mit eingebautem Music-Player. Zumindest ein Teil der neuen Modelle ist nicht nur für Schwellenländer vorgesehen.

500 Arbeitsplätze bedroht
Unterdessen ließ die Konzernzentrale in Espoo bei Helsinki am Dienstag verkünden, dass Nokia die Organisation bei Verkauf und Marketing weltweit sowie bei der Forschung und Entwicklung vor allem in Finnland straffen will. Betroffen sind mehr als 500 Beschäftigte. Der finnische Standort Turku mit 220 Beschäftigten soll geschlossen werden. (pte/krone.at)

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