So, 19. November 2017

Diva oder alter Uhu?

04.11.2008 16:52

Erkenne den Charakter deiner Katze

Scheues Kätzchen, gemütlicher Stubentiger oder anspruchsvolle Diva: Katzen sind eigenwillige Wesen mit ausgeprägten Persönlichkeiten, die sich bereits in jungen Jahren manifestieren und kaum noch ändern lassen. Wir sagen dir, welche Katzentypen es gibt und wie du den Charakter deiner Katze erkennst.

Wenn du bereits Katzenbesitzer bist, weißt du vermutlich, wie unterschiedlich Wesenszüge und Verhaltensweisen von Katzen sein können – und dabei kommt es nicht auf die Rasse an.

Das Wiener Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) hat durch eine großangelegte Befragung unter Katzenbesitzern herausgefunden, dass es sechs – zum Teil sehr gegensätzliche – Katzentypen gibt und wie man sie erkennt und dann „standesgemäß“ behandelt. Denn der lebhafte Abenteurer wird schnell unausstehlich, wenn ihm nicht ab und zu ein wenig „Abenteuer“ gegönnt wird und die kapriziöse Kitty wird schnell nörgeln, wenn ihren Wünschen nicht folgegeleistet wird. Hier die sechs Katzentypen:

Der gemütliche Salonlöwe
Die größte Gruppe der Katzen gehört dem Typus „gemütlicher Salonlöwe“ an. Seine herausragenden und liebenswerten Eigenschaften: Er ist unkompliziert, schläft gerne und oft und bewegt sich nicht mehr als unbedingt notwendig (vor allem vom Schlafplatz zum Fressnapf und retour). Er schmust gerne, fordert hartnäckig Streicheleinheiten ein, ist anhänglich und Menschen gegenüber sehr zugänglich. Im Freien entfernt er sich meistens nicht sehr weit vom Haus.

Der lebhafte Abenteurer
Viele Katzen sind auch „lebhafte Abenteurer“. Sie stehen gerne im Mittelpunkt des Geschehens, sind temperamentvoll, sehr selbstständig und nicht leicht zu bändigen. Er liebt wilde und ausgelassene Spiele, treibt sich gerne im Freien herum und benötigt ein großes Revier. Nicht von ungefähr sprechen viele Besitzer einer solchen Katze auch von ihrem „Zimmertiger“.

Die kapriziöse Schönheit
Die „kapriziöse Schönheit“ ist die Diva unter den Katzen. Sie ist launisch und eigensinnig, kann aber zu ausgewählten Menschen sehr liebevoll sein. Sie ist nicht gerne allein: Bleiben „ihre“ Menschen länger aus, kann es schon sein, dass sie die Wohnung auf den Kopf stellt und Lieblingsplätze markiert. Ist sie mal nicht gut drauf, faucht und kratzt sie, wenn man sie nicht in Ruhe lässt. Fühlt sie sich vernachlässigt, reagiert sie beleidigt und zieht sich zurück. Sie „redet“ viel und sagt lautstark, was sie will – kapriziös eben!

Das scheue Reh
Besonders viel Achtsamkeit ihre Besitzers brauchen Katzen der Gruppe „scheues Reh“. Als Gast kann es einem schon passieren, dass man sie gar nicht zu Gesicht bekommt. Dieses Sensibelchen verschwindet beim kleinsten Geräusch unter dem Sofa. Freunde und Bekannte kennen sie hauptsächlich von Fotos, weil sie sich nicht zeigt, wenn Besuch da ist. Sie hat nur eine Bezugsperson, der sie zugeht, allen anderen Familienmit-gliedern geht sie ebenfalls aus dem Weg. Sie frisst auch nur, wenn ihr keiner dabei zuschaut.

Der vergnügte Senior
Er schläft nun viel mehr als in jüngeren Jahren, ist zugleich auch schmusebedürftiger und anhänglicher. Seine Lieblingsplätze haben sich verändert, er liegt nur mehr dort, wo es warm ist: beim Heizkörper, Sonnenfenster oder in der Nähe des Herds. Er frisst jetzt lieber weicheres Futter, da er schon Probleme beim Beißen hat. Auch „redet“ er mehr als früher – und das ist für uns Menschen nicht immer leicht zu verstehen.

Der alte Uhu
Aufgrund seines hohen Alters bewegt er sich so gut wie gar nicht mehr und schläft eigentlich den ganzen Tag, Er lässt sich auch nicht mehr zum Spielen aktivieren und will nur noch seine Ruhe haben. Manchmal faucht er, wenn sein Besitzer ihn anfasst, als ob ihm etwas weh täte, und er putzt sich auch nicht mehr so intensiv wie früher. Geh nun besonders liebe- und verständnisvoll mit ihm um, schließlich hat er dir ein ganzes Katzenleben lang viel Freude bereitet.

So wie eine Katze ist, so bleibt sie
Wie jeder Katzenbesitzer weiß, ist die Persönlichkeit einer Katze sehr ausgeprägt und lässt sich nicht nach Belieben ändern. Kleine Korrekturen sind natürlich schon möglich, erfordern aber viel Geduld: So kann dem „scheuen Reh“ allmählich ein wenig von seiner Scheu genommen werden. Erwarte aber nicht, dass es sich irgendwann in einen „Salonlöwen“ oder „Partytiger“ verwandelt. Somit gilt es, das zu tun, wozu man sich bei der Aufnahme einer Katze ohnehin „verpflichtet“ hat: die Persönlichkeit der Katze zu respektieren und sie als eigenständige Mitbewohnerin zu behandeln.

Darauf haben sich übrigens auch die Katzenfutterhersteller längst eingestellt, denn mit „Einheitsbrei“ lässt sich so ein Leckermaul nicht abspeisen: Katzennahrung gibt es daher  in unzähligen verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen, und es bedarf oft längeren Probierens, bis man das Richtige für den eigenen Liebling gefunden hat. Wobei man nicht bloß auf den Geschmack, sondern auch auf die zum jeweiligen Katzentyp passende Zusammensetzung achten sollte. Hier empfiehlt es sich, die Hinweise auf der Verpackung zu lesen – sind doch manche Futtersorten speziell für ein bestimmtes Alter oder einen bestimmten Grad an Aktivität konzipiert. Diese kleine Mühe wird aber auch belohnt: Denn wer seine Katze mit „perfekt passender“ Nahrung versorgt, wird sich nicht nur intensiver, sondern auch länger an ihrem zufriedenen Schnurren erfreuen können.

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