Di, 21. November 2017

Bänder stehen still

05.11.2008 12:31

BMW Steyr sucht Auswege aus der Krise

Am Dienstag musste BMW einen Einbruch der Verkaufszahlen bekanntgeben: Gleich um neun Prozent krachten diese nach unten - die Leute sparen, und Kredite sind schwerer zu bekommen. Damit hat die Krise jetzt auch direkte Auswirkungen auf Oberösterreich: Die BMW-Motorenfabrik in Steyr kann zur Stunde noch nicht sagen, wie stark der am Standort gefährdet ist. , ist aber optimistisch, auch weiterhin ohne Kündigungen beim Stammpersonal auskommen zu können:

Man ist aber optimistisch, das Tief auch ohne Kündigungen beim Stammpersonal durchtauchen zu können. In erster Konsquenz stehen jedenfalls seit Montag in Steyr die Bänder für die Dieselmotoren still, ab Donnerstag oder Freitag auch bei den Benzinmotoren. Der Stillstand war bereits vor drei Wochen beschlossen worden, nachdem um 25.000 Stück gekürzt worden war. Bei der Veröffentlichung der BMW-Quartalszahlen am Dienstag hatte die Konzernzentrale einen Einschnitt um weitere 40.000 Autos im heurigen Jahr angekündigt.

"Auch diese zusätzliche Produktionskürzung werden wir im Rahmen unserer Flexibilitätsmöglichkeiten (Arbeitszeitkonten, Schichtmodelle, variabler Einsatz von Zeitarbeitskräften) abfangen können", sagte Werks-Sprecher Rudolf Handlgruber.

Die Umsetzung davon müsse "standortspezifisch analysiert" werden, "da wir im Konzern drei Motorenwerke haben, wird uns im BMW Werk Steyr diese Stückzahl nur zu einem Teil treffen", erklärt BMW- Steyr. Erst nach Vorliegen der Planungen in München könne man in Steyr mit dem Betriebsrat reden. Anfang nächster Woche werde man klarer sehen, so Handlgruber.

BMW ist nicht allein
Autos verkaufen sich im Moment generell nicht gut: Bei Honda brach der Absatz um 28 Prozent ein, bei Nissan um 33 Prozent. Auch die amerikanischen Autoriesen wie GM und Chrysler kämpfen ums Überleben. Bei diesen Autobauern kommen auch noch horrende Schulden in der Höhe von Hunderten Milliarden Euro ins Spiel.

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