Mi, 23. Mai 2018

Samstagsspiele

03.11.2008 11:28

Kein Trainerbonus beim LASK - Bullen siegen 2:0

Auch der Trainerwechsel Lindenberger - Panadic hat den LASK am Samstag nicht vor der Fortsetzung der schwarz-weißen Talfahrt bewahrt. Die Linzer unterlagen ohne ihren gesperrten Kapitän Ivica Vastic vor eigenem Publikum Red Bull Salzburg mit 0:2 (0:2), kassierten bereits die vierte Niederlage in Folge und sind auf den siebenten Tabellenplatz abgerutscht. Salzburg rehabilitierte sich hingegen für das blamable Cup-Aus und geht auch in die 16. Runde der Fußball-Bundesliga als Klassen-Primus. Bei den weiteren Samstagspartien gab es jeweils ein Untentschieden. Mattersburg und Altach trennten sich im Kellerduell mit einem 2:2, Austria Kärnten und Ried spielten 1:1.

Abwehrpatzer der Linzer ermöglichten den Gästen schon in der ersten Hälfte die zwei entscheidenden Treffer, Zickler (23.) und Nelisse (26.) bedankten sich jeweils mit Anstand für die Vorarbeit von Janko. Lindenberger bilanziert als LASK-Coach mit zwei Niederlagen, auch bei seinem bisher einzigen und interimistischen Trainer-Einsatz am 8. August 2004 gingen die Linzer noch in der Ersten Liga als Verlierer vom Platz.

Der personell veränderte LASK, mit Linksverteidiger Hart anstelle Gansterers und Schreiner im linken Mittelfeld, machte vor allem in der ersten halben Stunde einen verunsicherten Eindruck, Salzburg war in dieser Phase das spielbestimmende Team. Die Adriaanse-Elf war bereits mehrmals gefährlich vor das Linzer Tor gekommen, ehe innerhalb dreier Minuten die entscheidenden Tore fielen.

Mit einem Pass in die Tiefe des Strafraums düpierte Janko das Innenverteidiger-Duo Baur-Hoheneder, Zickler verwertete eiskalt zum 1:0 (23.). Wenig später enteilte erneut Janko den beiden Verteidigern, der Ball kam zu Nelisse, der nur mehr einschieben musste (26.). Erst danach kamen die Oberösterreicher besser ins Spiel, fanden trotz mehrerer Fehler im Spielaufbau immerhin zwei gute Chancen vor: Arzberger parierte in der 35. Minute einen wuchtigen Schuss von Schreiner, eine Minute später konnte Sekagya einen Weissenberger-Versuch auf der Linie klären.

Ein echtes Aufbäumen war bei den Hausherren nur zu Beginn der zweiten Hälfte zu spüren. Der LASK - bei dem anstelle der hängenden Spitze Weissenberger der 22-jährige Pichler gekommen war - eröffnete mit einer guten Chance die vermeintliche Aufholjagd, Meyer rettete nach einer Mayrleb-Aktion aber neuerlich auf der Linie (48.). Die "Bullen" fanden wieder zur Souveränität der ersten halben Stunde zurück, der LASK wirkte sichtlich bemüht, ohne aber echten Druck zu erzeugen. Zu umständlich agierte Schwarz-Weiß, Nelisse vergab in der 86. Minute gar die Chance auf das 3:0. In der Schlussphase konnten auch die Einwechselungen von Mijatovic und Piermayr die Niederlage der Gastgeber nicht mehr abwenden.

Austria Kärnten - Ried 1:1
Der SK Austria Kärnten hat sich im Duell zweier Mittelständler von der SV Ried mit 1:1 (0:1) getrennt. Thomas Burgstaller (5.) hatte die Oberösterreicher im Spiel der 15. Runde schnell per Kopf in Führung gebracht, Sandro (54.) verhalf mit einem direkt verwandelten Freistoß der Elf von Frenkie Schinkels in der Hypo Group Arena vor 8.000 Zuschauern aber noch zu einem Punktgewinn. Die Rieder verteidigten damit den fünften Platz, die Kärntner, die am LASK vorbeizogen, liegen unmittelbar dahinter.

Die Oberösterreicher verzeichneten einen Traumstart, einen gut angetragenen Freistoß von Herwig Drechsel lenkte der aufgerückte Burgstaller per Kopf zum 1:0 in die Maschen (5.). Nach 19 Minuten mussten die Kärntner einen weiteren Rückschlag hinnehmen, der brasilianische Stürmer Schumacher musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgetauscht werden, für ihn kam sein Landsmann Adi. Die Rieder versuchten mit Erfolg den Rhythmus der Kärntner zu brechen, standen wie gewohnt sehr defensiv und ließen kaum Chancen zu. Die Schinkels-Truppe wurde in der ersten Hälfte nur zweimal gefährlich: Haris Bukva (41.) scheiterte bei der besten Chance an Ried-Goalie Thomas Gebauer, zudem fiel ein Sandro-Schuss zu schwach aus (45.).

Nach der Pause entwickelte sich eine offenere Partie, vor allem weil auch die Rieder mehr für die Offensive taten. Gefährlicher waren aber neuerlich die Hausherren. Eine Prawda-Flanke, die Adi nur knapp verfehlte, strich am langen Eck vorbei (49.). Fünf Minuten später durften die Hausherren aber jubeln, Sandro versenkte einen Freistoß aus 20 Metern über die Mauer hinweg genau im Kreuzeck (54.), Gebauer war dabei machtlos.

In der Folge hatten beide Teams jeweils eine gute Chance das Spiel zu entscheiden. Kärnten-Goalie Andreas Schranz konnte einen Drechsel-Freistoß mit den Fingerspitzen über die Latte drehen (60.), auf der anderen Seite setzte der aufgerückte Ortlechner, der eine gute Partie ablieferte, einen Seitfallzieher über das Gehäuse (80.). Pai Kujabi hatte bei den Gästen nach der Pause nach überstandener Malaria-Erkrankung sein Coemback gegeben.

Die Kärntner haben damit in den vergangenen sechs Partien gegen die Innviertler seit dem Umzug aus Pasching nur drei Zähler bei einem Torverhältnis von 2:10 geholt, Mitte September waren Adi und Co. im Kampf um den Einzug ins ÖFB-Cup-Achtelfinale im Elfmeterschießen (2:4) an den Oberösterreichern gescheitert. Die Gludovatz-Elf hat damit aus den vergangenen acht Partien (4 Siege/3 Remis/1 Niederlage) starke 15 Punkte geholt.

SCR Altach - SV Mattersburg 2:2
Schlusslicht SCR Altach hat sich im Keller-Duell der 15. Runde mit einem 2:2-(0:1)-Heimremis gegen den SV Mattersburg begnügen müssen. Der mazedonische Teamstürmer Ilco Naumoski sorgte mit einem Doppelpack (39., 53./Elfmeter-Nachschuss) für den Punktgewinn der Burgenländer, die mit dem Remis zufrieden schienen. Altach gelang es durch Ailton (48.) und Mario Konrad (79.) zweimal, einen Rückstand auszugleichen.

Während Mattersburg-Trainer Franz Lederer zumindest ein wenig aufatmen kann, dürfte sein Gegenüber Urs Schönenberger aufgrund des anvisierten Sieges im "6-Punkte-Spiel" nicht zufrieden sein. Der Vorletzte Kapfenberger SV liegt mit nun zwei Zählern Vorsprung zwar in Reichweite, die achtplatzierten Burgenländer haben aber weiter vier Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht.

Altach setzte auf den fit gewordenen Michl, der nach zehn Gegentreffern in den vergangenen zwei Spielen wieder für Krassnitzer das Tor hütete. Bei Mattersburg kehrte nach der herben 1:5-Cup-Pleite gegen die Rapid Amateure der zuletzt gesperrte Jancker in die Startelf zurück, der nach einer halben Stunde mit einer Oberschenkelzerrung ausgetauschte Kovrig begann im defensiven Mittelfeld. Das Geschehen in einer von beiden Seiten nervös geführten Partie bestimmten zunächst die Hausherren. Nachdem Guem per Kopfball (7.) nur die Außenstange getroffen hatte, vergab Kling in der 19. Minute die große Chance auf die Führung. Allein vor dem Mattersburger Tor rollte der Außenverteidiger Torhüter Bliem den Ball aber in die Hände. Kaltschnäuziger erwies sich Naumoski, der nach Pass von Mörz die Altacher Defensive verlud und den Ball ins rechte Eck schlenzte.

Nach 0:1-Pausenstand starteten die Vorarlberger, die siebente Niederlage im achten Saison-Heimspiel vor Augen, optimal aus der Kabine. Konrad bediente Sturmpartner Ailton, der mit einem präzisen Schuss ins linke Eck den Ausgleich fixiert. Die Vorarlberger witterten ihre Chance, Bliem rettete sein Team bei einem Pamminger-Schuss (49.) vor dem Rückstand. Ein ungeschicktes Foul von Carreno an Jancker ebnete Mattersburg aber die neuerliche Führung.

Der Verteidiger riss den Deutschen zu Boden, Naumoski (53.) verwertete den vom Schweizer Referee Stephan Studer verhängten Elfmeter glücklich per Nachschuss. Die Schönenberger-Elf steckte nicht auf, die Verunsicherung war aber zu spüren. Karatay (67.) suchte aus 20 Meter vergeblich einen Anspielpartner, anstelle selbst zu schießen. Auf der Gegenseite vergab Mörz (71.) die Entscheidung. Eine Standardsituation ebnete doch noch den Punktegewinn: Nach einer Pamminger-Ecke stieg Konrad am Höchsten und köpfte zum umjubelten 2:2 ein. In der 90. Minute sah Carreno nach wiederholtem Foulspiel noch Gelb-Rot.

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