Mo, 28. Mai 2018

Düstere Prognosen

31.10.2008 09:27

Arbeitsmarktlage wird sich deutlich verschlechtern

Die Zeichen stehen auf Sturm! Wenn heute, Freitag, die neuesten Arbeitsmarktzahlen eintreffen, wird es auch erstmals schwarz auf weiß zu lesen sein: Die Krise ist da. Der Chef des Arbeitsmarktservice Kärnten, Josef Sibitz, rechnet sogar mit einem kurzfristigen Verlust von mindestens 1.000 Arbeitsplätzen.

Infineon in Villach bietet dem Stammpersonal einen "golden handshake" zu lukrativen Bedingungen an, Mahle in Unterkärnten baut hunderte Leiharbeiter ab. In dieser Tonart geht es dahin. Sibitz: "Es erreichen uns sehr viele Frühwarnmeldungen und zwar quer durch den Gemüsegarten." Der Beschäftigungsexperte bringt es auf den Punkt: "Die Arbeitsmarktlage wird sich deutlich verschlechtern, unter dem Strich gehen in naher Zukunft sicher 1.000 Jobs verloren."

Auch Bauwirtschaft betroffen
Und noch etwas droht der krisengebeutelten Wirtschaft: ein schneereicher Winter. Sibitz: "Dann erwischt es auch die Bauwirtschaft, die im Vorjahr ja praktisch durcharbeiten hat können."

Arbeitslosigkeit über zehn Prozent
Neben der Autozulieferindustrie, die in Kärnten etwa 4.000 Menschen Arbeit gibt, sind es vor allem die Leiharbeiter, die es als erste trifft. Davon gibt es in Kärnten 5.649, das sind 2,6 Prozent aller Beschäftigten. "Auch diese Beschäftigten brauchen ja wieder neue Arbeitsplätze. Es ist egal, ob Leih- oder Fixarbeiter." Die Arbeitslosigkeit könnte im Winter, so Sibitz, "deutlich über zehn Prozent liegen."

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

Symbolfoto

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