Do, 24. Mai 2018

Radfahrer-Gipfel

29.10.2008 17:30

Wien sei für Radfahrer immer noch sicher

Drei tote Radfahrer innerhalb weniger Tage - da stellt sich die Frage, wie es mit der Sicherheit für diese schwächsten Verkehrsteilnehmer bestellt ist. Stadtrat Rudolf Schicker ist auch angesichts dieser Unfallserie der Meinung, dass Wien verkehrssicher sei - allerdings müssten sich die Radler an Regeln halten.

Schicker: "Wichtig ist, dass die Radfahrer die Verkehrsvorschriften beachten und außerdem mitdenken, was andere Verkehrsteilnehmer tun könnten." Ob sie bremsen, ausweichen, die Richtung wechseln. "Aber", fügt der Stadtrat hinzu: "Bei den Radfahrern herrscht noch eine gewisse Anarchie." Was sich unter anderem zeigt, wenn sie verbotenerweise auf den Gehsteigen unterwegs sind, so dass die Fußgänger oft zur Seite springen müssen.

Ein spezielles Sicherheitsproblem werfen die drei tödlichen Unfälle der letzten Zeit in der Leopoldstadt auf: Es waren immer Zusammenstöße zwischen Radfahrern und Lkw. Hier möchte Schicker einhaken: "Es wissen viele Radfahrer nicht, dass der tote Winkel bei Lastwagen besonders groß ist, die Lenker oft Radler gar nicht sehen können." Radfahrer sollten nie auf der Höhe zwischen Führerkabine und Ladefläche stehen bleiben - das könnte tödlich sein.

Die Stadt Wien wird in nächster Zeit eine Aktion starten, um Radfahrer auf den gefährlichen toten Winkel bei Lastern aufmerksam zu machen. In Kopenhagen läuft bereits eine solche Kampagne. Außerdem wird Stadtrat Schicker noch mit der Wirtschaftskammer sprechen, dass sie in ihren Kursen die Lkw-Fahrer verstärkt auf die Radler-Problematik aufmerksam machen soll. Denn schließlich verunglücken in Wien im Schnitt zwei Radfahrer pro Tag. Heuer gab es bis jetzt bei 538 Unfällen 440 Verletzte.

Schicker: "Häufen sich die Unfälle an einem Punkt, werden wir diesen sofort unter die Lupe nehmen und Gefahren beseitigen."

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