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28.10.2008 11:58

Jäger ab sofort mit leuchtenden Bändern am Hut

Oberösterreichs Jäger werden künftig mit leuchtend orangen Hutbändern auf die Pirsch gehen. Treiber sind ohnehin schon seit längerem mit Warnwesten ausgestattet. "Sicherheit geht vor Jagderfolg", betonte Landesjägermeister Sepp Brandmayr am Dienstag in Linz.

2007 habe es 132 Schadensfälle gegeben, erklärte Wolfgang Pfeil, Vertriebsdirektor der Oberösterreichischen Versicherung. Am häufigsten seien Zwischenfälle mit Jagdhunden sowie Sachbeschädigungen durch einen Schuss oder durch Schrotkugeln. Schussverletzungen seien "sehr selten", jährlich gebe es ein bis drei Fälle. Insgesamt seien in Oberösterreich 18.000 Weidmänner und -frauen über die Jagdkarte versichert.

Bei der Jagdprüfung, der "grünen Matura", werde größtes Augenmerk auf den korrekten Umgang mit der Waffe gelegt, betonte Landesjägermeister-Stellvertreter Gerhard Pömer, der im Landesjagdverband für die Aus- und Weiterbildung zuständig ist. Etwa 500 Anwärter treten jedes Jahr an, die Durchfallquote betrage rund 15 Prozent.

Absolut nicht mehr toleriert werde Alkohol, so Pömer weiter. Die Zeiten, in denen man vor der Jagd einen Schluck aus dem Flachmann genommen habe, seien vorbei, beteuerte er. Kein Jagdleiter würde einen Betrunkenen mitnehmen: "Wir fürchten Alko-Unfälle wie der Teufel das Weihwasser." Verursacht ein Jäger aufgrund seiner Alkoholisierung einen Unfall, kann ihn das teuer zu stehen kommen: In diesem Fall fordere die Versicherung Regress, erklärte Pfeil.

In Oberösterreich werden jährlich rund 75.000 größere Wildtiere - Rehe, Hirsche Gämsen, Wildschweine und Füchse - sowie etwa 156.000 Stück Niederwild wie Hasen, Fasane, Rebhühner oder Wildenten erlegt. Angesichts der Preise, die dafür gezahlt würden, überlege die Jägerschaft bereits, Hasen und Fasane selbst zu vermarkten, trat Brandmayr für ein Umdenken im Vertrieb ein.

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