Fr, 25. Mai 2018

Prozess in Graz

30.10.2008 10:53

Oststeirer (34) wegen Vergewaltigung verurteilt

30 Euro wollte sich eine drogenabhängige 22-jährige Frau am Grazer Hauptbahnhof "erschnorren" - und durchlebte dafür einen Albtraum. Sie geriet ausgerechnet an einen 34-jährigen Ex-Häftling, der sie in seine Wohnung lockte und dort vergewaltigte. Das Urteil: zwölf Jahre Haft und die Einweisung in eine Anstalt, nicht rechtskräftig.
Eineinhalb Stunden lang ging die Grazerin durch die Hölle. Immer wieder war sie laut Anklage vom 34-jährigen Reinhard Sch. in dessen Wohnung zu den perversesten Sex-Praktiken gezwungen, dabei brutal gewürgt und mit dem Tod bedroht worden. Irgendwann war es der jungen Frau dabei gelungen, die Feuerwehr per Handy anzurufen. Irrtümlich, wie sie sagt, denn eigentlich wollte sie die Notrufnummer der Polizei wählen. Gespräche zwischen Täter und Opfer wurden von der Feuerwehr aufgezeichnet. Das Band spielte man beim Grazer Prozess, bei dem die Öffentlichkeit ausgeschlossen war, den Geschwornen vor.

"Er hat sie erniedrigt und wie ein Sex-Spielzeug behandelt", sagt Staatsanwalt Robert Riffel. Der Angeklagte war 1994 bereits zu zehn Jahren verurteilt worden, weil er damals in einem Grazer Nobelhotel eine Prostituierte gewürgt und beinahe umgebracht hätte.

Einstimmiges Urteil nach Neun-Stunden-Prozess
Nach neunstündigem Prozess sprachen ihn die Geschwornen einstimmig schuldig - zwölf Jahre Haft und die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

von Werner Kopacka, "Steirerkrone", und krone.at
Symbolbild

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