Mo, 22. Jänner 2018

Sendung abgesagt

27.10.2008 20:59

TV-Koch wollte Lieblingsgericht Hitlers nachkochen

Mit dem Vorhaben, in einer Kochsendung das Lieblingsgericht von Adolf Hitler zu präsentieren, hat ein belgischer Fernsehsender für Empörung gesorgt. Nachdem der flämische Fernsehkoch Jeroen Meus Lieblingsgerichte von Stars wie "Queen"-Frontmann Freddy Mercury, Chanson-Barde Jacques Brel oder dem spanischen Maler Salvador Dali nachgekocht hatte, stand für Dienstag ursprünglich Hitlers Leibgericht "Forelle in Buttersauce" auf dem Plan. Die Sendung sei jedoch abgesagt worden, teilte der flämische Sender VRT am Montag mit.

"Die VRT-Leitung verteidigt den Inhalt der Sendung, zieht es angesichts der Kontroverse aber vor, sie zurückzuziehen", hieß es zur Begründung. Die Show, sollte am Dienstag auf dem Kanal Canvas ausgestrahlt werden und nach Angaben von Sender-Chef Jan Stevens "zu einem besseren Verständnis des Diktators beitragen".

Der Chefredakteur des jüdischen Magazins "Joods Actueel", Michael Freilich, hatte Meus nach der Ankündigung der Sendung vorgeworfen, den Diktator Hitler als einfachen Mann des Volkes darzustellen und zu verharmlosen. Der 30-jährige Fernsehkoch sei offenbar nicht gut informiert über den Tod von sechs Millionen Juden durch den Holocaust.

Meus hatte für die geplante Sendung zunächst ein paar Forellen in Bayern geangelt und sich dann auf den Weg zu Hitlers früherer Residenz "Adlernest" in Berchtesgarden gemacht. Dort wollte er laut einer Ankündigung des Senders im Internet das "Gericht eines grauenvollen Mannes" kochen.

Symbolbild 

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