Do, 24. Mai 2018

Grabsteine im Visier

25.10.2008 11:42

Heftige Preisunterschiede bei Steinmetzen

Passend im Vorfeld von Allerheiligen, wenn die Gräber herausgeputzt werden, hat die steirische Arbeiterkammer die Preise für Grabinschriften verglichen. Dabei stieß man auf deutliche Preisunterschiede von bis zu 58 Prozent - im Durchschnitt kostete die Gravur eines Zeichens etwas mehr als elf Euro. Kritisiert wurde die durchwegs mangelhafte Information über die Preisgestaltung.

Insgesamt wurden die Preise von 23 steirischen Steinmetzen erhoben. In etwa noch einmal so viele Betriebe - darunter auch jener des steirischen Innungsmeisters - gaben keine Auskunft. Die AK bemängelte zudem, dass es für Kunden sehr mühsam sei, Informationen über Preise zu bekommen. Auf den "nichtssagenden Websites" fehlten Preislisten ausnahmslos. Auch telefonisch sei es schwer, Auskunft zu bekommen. Zur Intransparenz trage weiters bei, dass viele verschiedene Faktoren (zum Beispiel Handgravur oder Computerdrucke) den Preis bestimmen.

Zeltweg billig, Voitsberg teuer
Am billigsten gibt es eine Grabinschrift bei einem Steinmetzbetrieb im obersteirischen Zeltweg (Bezirk Knittelfeld): Die Gravur eines Zeichens in Standardgröße (bis 4,5 Zentimeter) auf Granit schlägt sich mit 8,30 Euro zu Buche. Den höchsten Preis (13,30 Euro) verrechnete ein Steinmetz im weststeirischen Voitsberg. Hochgerechnet auf eine fiktive Grabinschrift mit 22 Zeichen betrug somit der Unterschied zwischen teuerstem und billigsten Anbieter mehr als 100 Euro.

Die komplette Preisliste findest du in der Infobox!

Die durchschnittlichen Kosten für die fiktive Inschrift liegen in der Steiermark bei 246 Euro, tendenziell teurer sind Grabinschriften in Graz. Hier liegen die Preise rund zwölf Prozent über jene in den restlichen Bezirken. Auch bei der Verrechnung von Fahrtkosten bei längeren Entfernungen gebe es deutliche Unterschiede.

Ein Bundesländervergleich bei den Preisen für Grabinschriften ist mit dem vorhandenem Datenmaterial nicht möglich. Die Preiserhebung in der Steiermark sei österreichweit die erste ihrer Art gewesen, so die AK.

Symbolbild

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