Fr, 25. Mai 2018

Zwei Leben gerettet

23.10.2008 19:14

Steirer rettet Unfallopfer vor herannahendem Zug

Ein 54-jähriger Autofahrer (Bild) hat Donnerstag früh im Bezirk Graz-Umgebung zwei schwer verletzte Unfallopfer - eines war bewusstlos - vor einem herannahenden Zug gerettet. Eine Radfahrerin und ein Motorradfahrer waren zuvor kollidiert und auf eine Eisenbahnkreuzung geschleudert worden. Ohne Eingreifen des Pkw-Lenkers hätte der Zug die beiden Verletzten trotz Notbremsung erfasst.

Der Unfall ereignete sich laut Polizei gegen 6.30 Uhr in der Gemeinde Pirka. Eine 14-jährige Radfahrerin, die aus einer Nebenstraße in die Landesstraße nach Seiersberg einbog, kollidierte mit einem 32-jährigen Motorradfahrer. Der Zusammenprall in unmittelbarer Nähe des Übergangs der Graz-Köflacher-Bahn gelegenen Kreuzung war so heftig, dass beide Zweiradlenker rund zehn Meter auf den Gleiskörper geschleudert wurden. "Die beiden sind vor mir durch die Luft geflogen und kamen mitten auf dem unbeschrankten Bahnübergang zu liegen", so Lebensreiter Heimo B. 

Zug kam nach Bahnübergang zum Stillstand
Aufgrund ihrer schweren Verletzungen - der Motorradfahrer hatte das Bewusstsein verloren - konnten sich die beiden Unfallopfer nicht selbst in Sicherheit bringen, als sich ein Personenzug näherte. Heimo B. reagierte geistesgegenwärtig: Er sicherte die Unfallstelle ab, hielt einen Autofahrer an und bat ihn, die Rettung zu verständigen. "Als dann die Warnsignalanlage zu blinken begann, hat er mir geholfen, die Unfallopfer zu bergen. Im letzten Augenblick. Denn kaum hatten wir die zwei herunten, raste schon der Zug vorbei", so der mutige Lebensretter. Der Zug kam trotz Notbremsung erst nach dem Bahnübergang zum Stillstand.

Mädchen auf der Intensivstation
Der Zustand der Unfallopfer ist stabil. Der Biker aus Seiersberg liegt mit einer Gehirnerschütterung im UKH Graz. Die Schülerin, die unweit des Unfallortes wohnt, hat es schlimmer erwischt. "Sie hat schwere Gesichts- und Lungenverletzungen und liegt auf der Intensivstation", so der Vorstand der Grazer Kinderklinik, Michael Höllwarth. An die dramatischen Momente kann sie sich nicht erinnern. Wahrscheinlich besser so...

Foto: Christian Schulter

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