Di, 21. November 2017

Irre Fahrer

18.10.2008 00:03

Oberösterreichs säuft und rast beim Autofahren

Der Kärntner Landeshauptmann ist mit etwa 170 km/h und 1,8 Promille in den Tod gerast und kein Einzelfall: In Oberösterreich wurden im Vorjahr 600.000 Risiko-Raser und 6000 Alko-Sünder erwischt. Einer bolzte mit Tempo 153 durch Grieskirchen, vor einer Woche hatte ein Lkw-Lenker in Seewalchen 3,26 Promille. "Besonders fatal ist die Kombination Alkohol und Rasen. Die Hemmschwelle sinkt, die Risikofreude steigt", so Ing. Robert Hagen von der Verkehrstechnik des Landes.

Jeder dritte Unfall passiert wegen überhöhter Geschwindigkeit, jeder zwanzigste unter Alkohol, Überschneidungen gelten als sicher, werden aber statistisch nicht erfasst.

Fest steht: Bei der Kollission eines Fahrzeugs mit einem festen Hindernis gibt es ab 70 km/h bereits Tote, bei Fußgehern genügt Tempo 50. Und ab 100 km/h sind Insassen ungeschützt.

Raser und Alkolenker gehören für Oberst Josef Reiter, Leiter der Polizei-Vekehrsabteilung, zum Alltag. Das Foto eines Rasers, der mit 153 km/h durchs Ortsgebiet von Grieskirchen bolzte, hängt bei ihm im Büro. Aber erst am letzten Wochenende hatten wir auf der Autobahn gleich vier Lenker mit 216 bis 224 km/h. Aber auch Tempo 250 ist keine Seltenheit. Beliebte - und deshalb gut überwachte - Raserstrecken sind das Weißenbachtal im Salzkammergut und die Strecke zwischen Mattighofen und Maria Schmolln.
"Jeder schimpft auf die Raser, nimmt aber sich selbst aus", weiß Reiter. Manche kalkulieren Strafen sogar ein: Erst vor ein paar Tagen hatte einer auf der Autobahn bewusst den Tempomat auf 160 eingestellt, denn das Bußgeld dafür konnte er sich leisten.

Bei Alkolenkern hat die Mehrheit über 0,8 Promille. Wie kürzlich ein Linzer mit einem Promille, den der Vortester entlarvte. Früher, als alles aufwändiger war, wäre er wahrscheinlich durchgerutscht.

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