Mo, 23. Oktober 2017

Baustelle09

17.10.2008 14:37

Kulturprojekte teilweise noch in Planung

75 Tage vor Beginn des Europäischen Kulturhauptstadtjahres Linz09 stecken mehrere große Bauprojekte noch in der Planungsphase. Beim Magistrat geben sich die Projektbetreiber die Klinke in die Hand. Bei Linz09 ist man allerdings zuversichtlich, rechtzeitig fertig zu werden: Man liege "voll im Zeitplan". Planungsstadtrat Klaus Luger (S) informierte am Freitag über den Stand der noch offenen Bauverfahren.

Für die Hafenhalle seien noch bau- und immissionstechnische Gutachten anzuschließen, berichtete Luger. Sobald diese vorliegen, werde es eine Baubewilligung geben. Der Stadtrat rechnet für nächste Woche mit dem positiven Bescheid. Die Halle aus Holz, die für die darstellende Kunst errichtet wird, soll im großen Saal rund 400 und im Studio bis zu 250 Personen Platz bieten. Eingeweiht wird sie am 2. Jänner mit der Premiere von Fernando Pessoas "Das Buch der Unruhe".

Für das Projekt "Bellevue - das gelbe Haus" wird laut Luger noch an der Einreichplanung gearbeitet: Am südlichen Ende des Autobahntunnels zwischen den Stadtteilen Bindermichl und Spallerhof soll ein Haus für soziokulturellen Projekte im Kulturhauptstadtjahr errichtet werden, angedacht sind ein Fahrradverleih, Werkräume, Veranstaltungsmöglichkeiten oder ein temporäres Museum. Das Gebäude ist nur auf der Südseite als richtiges Haus ausgeführt, an der Nordseite ist es eine Tribüne. "Wenn alle Sicherheitsfragen positiv beantwortet werden, gibt es grünes Licht für das gelbe Haus", kündigte Luger an. Das "Bellevue" lädt zwischen 25. Juni und 13. September 2009 zum Besuch.

Ebenfalls noch in der Planungsphase befinden sich die Arbeiten für das Akustikon. Dafür werden Räumlichkeiten der ehemaligen Jugendbücherei in der Pfarrgasse adaptiert. "Derzeit werden die Umbaupläne erstellt. Wenn diese der Baubehörde vorliegen, erfolgt die Bauverhandlung", so Luger zum Zeitplan. Er rechne damit, dass bis Jahresende ein Bescheid ergehen könne und die Umbauarbeiten im Winter durchgeführt werden können. Am Mitte 2009 soll das Akustikon seine Tore für Besucher öffnen.

Gut im Zeitplan seien die Rückübersiedlung des Ars Electronica Centers vom bereits geschlossenen Ausweichquartier in das rundumerneuerte und erweiterte AEC-Gebäude sowie die Revitalisierung des Salzamts an der Oberen Donaulände. Letzteres soll ab Mitte nächsten Jahres als Atelierhaus mit Wohnmöglichkeiten für bildende Künstler zur Verfügung stehen, erklärte der Stadtrat. Ab November geöffnet sein soll der "Ruhepol" im ehemaligen Centralkino, in dem ein Teil des akustischen Großprojektes "Hörstadt" angesiedelt ist.

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