Mo, 28. Mai 2018

Pilgerstrom

19.10.2008 14:21

Tausende haben sich von Haider verabschiedet

Berührende Szenen der Trauer haben sich in der abgelaufenen Woche in Klagenfurt abgespielt: Am Donnerstag und am Freitag sind Tausende ins Landhaus bis spät in die Nacht in den Großen Wappensaal gepilgert, um dort vor der Bahre des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider zu beten und Abschied zu nehmen. Viele haben eine Kerze entzündet (Bild oben).

Die offiziellen Trauerfeierlichkeiten nach dem Unfalltod von Landeshauptmann und BZÖ-Chef Jörg Haider haben bereits am Donnerstag begonnen. Der Sarg des Verstorbenen wurde im Klagenfurter Landhaus im Großen Wappensaal aufgebahrt, wo Tausende in einer Schlange darauf warteten, Abschied zu nehmen. Den Beginn machte am Donnerstagvormittag die Familie und der engste Freundeskreis, bevor das offizielle Kärnten eintraf, um zu kondolieren (Video oben).

Jörg Haider war zwei Tage lang im Großen Wappensaal des Landhauses neben dem Fürstenstein aufgebahrt. Unter seinem Sarg lag die Kärntner Fahne, bedeckt mit dunkelroten Rosen und Efeu - ein letzter Gruß seiner Frau Claudia. Daneben standen die Kränze seiner Töchter und Schwiegersöhne und des BZÖ.

Claudia Haider dankt den Trauernden
Claudia Haider war die Erste am Sarg ihres Mannes. Gemeinsam mit den Töchter Ulrike und Cornelia fuhr sie in zwei grauen Limousinen vor. Als sie die Freitreppe herunterkam - Militärseelsorger Emmanuel Longin führte die Witwe am Arm - ging sie direkt zu den Wartenden. Jedem gab sie die Hand und dankte für die Anteilnahme. Tränen liefen ihr immer wieder über das Gesicht und die Menschen weinten mit ihr.

Bilder von der Aufbahrung findest du in der Infobox!

An Ort und Stelle versammelten sich kurz nach der Familie die gesamte Landesregierung sowie die Vertreter des BZÖ, darunter Bundesparteichef Stefan Petzner und Landtagspräsident Josef Lobnig.

Persönliche Verabschiedungen mit viel Tränen
Dann war der Weg für die Bevölkerung frei. Frauen und Männer aus ganz Kärnten, Besucher aus anderen Bundesländer harrten geduldig aus bis sie an der Reihe sind. Vor Haiders Sarg fielen viele auf die Knie und schlugen das Kreuzzeichen, andere verabschiedeten sich mit einem kurzen Nicken.

"Es tut weh, vor seinem Sarg zu stehen", weinte eine Klagenfurterin nachdem sie sich ins Kondolenzbuch eingetragen hatte. Keiner schämte sich in dieser Stunde seiner Tränen. Die im Landhaushof Versammelten haben einen Menschen verloren, der ihnen nahestand und zu dem sie sich bekannten.

von Waltraud Dengel/Kärntner Krone und krone.at

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