Mo, 28. Mai 2018

Optimaler Auftakt

14.10.2008 14:15

Spätzünder Vanek trifft heuer schon im Oktober

"Ich war mein ganzes Leben ein Spätzünder", sagt Thomas Vanek. Der österreichische Eishockey-Star hat stets eine Anlaufzeit benötigt, um so richtig in Schwung zu kommen. Heuer allerdings läuft der 24-jährige Steirer gleich zu Beginn der Saison in der National Hockey League (NHL) auf Hochtouren. Nach zwei Spielen hält Vanek bei drei Toren und liegt in der Torschützenliste mit einigen anderen Spielern auf Rang zwei. In beiden Partien wurde er zum Spieler des Abends gewählt, die Buffalo Sabres haben nicht zuletzt dank ihres Stürmerstars einen starken Einstand in die NHL-Saison gefunden.

Am Montag bekam das Thomas Pöck zu spüren, der mit den New York Islanders in eine 1:7-Heimschlappe gegen die Sabres schlitterte. Mit seinem ersten NHL-Treffer in Unterzahl (28.) und einem Powerplay-Treffer (31.) war Vanek im Mitteldrittel mitverantwortlich für die Vorentscheidung. Schon am Freitag gegen Montreal (2:1 nach Penaltyschießen) hatte er den einzigen Treffer seines Teams erzielt.

Heuer ist alles anders
Ziemlich außergewöhnlich für Vanek. In seiner ersten NHL-Saison hatte er bis zu seinem 15. NHL-Spiel auf seinen ersten Torjubel warten müssen, im Vorjahr hielt er nach zehn Partien bei drei Treffern. In dieser Saison ist aber alles anders. "Ich bin immer langsam gestartet, es hat immer einige Partien gedauert, bis ich Tore gemacht haben", erinnert sich Vanek. "Jetzt klappt es von Anfang an, das ist gut. Ich hatte aber auch früher Chancen, nur gehen sie jetzt auch rein. Hoffentlich geht es so weiter", freute sich der Stürmer, der von seiner neuen Aufgabe profitiert.

Mehr Spielzeit für Vanek
Denn der Torjäger kommt erstmals auch im "penalty-killing" zum Einsatz und damit auf mehr Spielzeit (über 21 Minuten am Montag). "Wir haben einen Deal", meinte Trainer Lindy Ruff dazu. "Thomas muss sich noch mehr anstrengen und noch mehr an sich arbeiten, dann bekommt er auch mehr Unterzahl. Ich will ihn zum besten Spieler machen", betonte der Chefcoach. Vanek dankte es mit seinem ersten Unterzahltreffer und viel Einsatz. "Ich bin dadurch mehr im Spiel. In Unterzahl fühle mich sehr wohl, ich hoffe, der Trainer vertraut weiter auf mich", so Österreichs Sportler des Jahres.

Jetzt warten die New York Rangers
Vanek kann aber auch mit der Mannschaftsleistung zufrieden sein. "Wir haben sehr gut gespielt, von hinten solide raus, und vorne haben wir unsere Chancen genützt. Das Powerplay ist noch nicht optimal, aber schon besser", analysierte der Steirer, für den es am Mittwoch im Schlager gegen die New York Rangers eine Standortbestimmung gibt. Die Rangers besiegten am Montag die New Jersey Devils mit 4:1 und stellten mit dem fünften Sieg im fünften Spiel den Clubrekord von 1983 ein. "Wir werden nicht viel ändern, unser System durchziehen und von hinten gut rausspielen. Und dann, wenn geht, unsere Chancen nützen", so Vanek.

Pöck verliert Österreicher-Duell
Vanek jedenfalls hat auch das zweite Österreicher-Duell in der NHL klar für sich entschieden. 7:1 am Montag, 7:4 vor zwei Jahren ebenfalls gegen Pöck, damals noch im Dress der New York Rangers. "2:0 für Vanek", sagte Pöck. "Zweimal gegen Buffalo, zweimal sieben Tore bekommen, das tut weh", so der Verteidiger, der keine schlechte Partie spielte. Er erhielt in seiner zweiten Partie für die Islanders von Trainer Scott Gordon viel Eiszeit, blockte viele Schüsse ab, bereitete den Ehrentreffer vor und stieg mit plus 1 aus der Plus/Minus-Wertung als Einziger seines Teams positiv aus. Alles kein Trost für den Kärntner.

"Plus eins ist besser als minus fünf, aber 1:7, das ist zu viel. Wir haben nicht gut gespielt. Alle 18 plus der Tormann waren wir nicht gut genug, um eine NHL-Mannschaft schlagen zu können. Es war eine Katastrophe, so kannst du nicht Eishockey spielen. Buffalo hat die Tore nicht gemacht, weil die unglaublich gespielt haben, sondern weil wir Fehler gemacht haben", ärgerte sich Pöck vor allem über Defensiv-Mängel und Undiszipliniertheit. Immerhin spielten die Islanders über 13:38 Minuten in Unterzahl. "Egal wie gut du offensiv bist, wenn du sieben Tore bekommst, kannst du keine Partie gewinnen. In keiner Liga."

Pöck und Vanek kamen sich nur ein paar Mal in die Quere, viel voneinander mitbekommen haben sie nicht. "Ich habe ihn ein paar Mal gesehen, konzentriere mich aber auf mein Spiel", meinte etwa Vanek. Pöck blieben zumindest zwei Treffer seines Landsmanns in Erinnerung.

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