Di, 12. Dezember 2017

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11.10.2008 12:07

Voest vertagt Osteuropa-Pläne

In der CO2-Politik hat Landeshauptmann Josef Pühringer zwar in Brüssel einen Etappensieg für die Voest errungen, doch die Unsicherheit bleibt - und lässt den Konzern angesichts der weltweiten Stahlkrise zurückrudern: Die Entscheidung über ein Zweigwerk in Osteuropa, die noch heuer hätte fallen sollen, wurde auf nächstes Jahr vertagt.

Gerüchte sprechen schon davon, dass die Expansionspläne überhaupt abgeblasen würden, die Voest ließ ihren Anlegern über das deutsche "Handelsblatt" aber nur ausrichten, dass die Entscheidung "wahrscheinlich nicht mehr dieses Jahr" fallen werde. "Sie stand sowieso immer nur 50:50", meint Landesfinanzdirektor Josef Krenner, der auch Voest-Aufsichtsrat ist und einen 300-Millionen-Kredit des Landes für den Konzern einfädelte.

Stahlpreis im Keller
Nach dem Kurssturz ihrer Aktien drohen der Voest neue Probleme: In China ist der Stahlpreis massiv gefallen, in Europa erwarten es Marktbeobachter ebenfalls.

CO2-Politik der EU als Unsicherheitsfaktor
Unsicherheit schafft auch nach wie vor die CO2-Politik der EU. Beim Ausschuss der Regionen erreichte Landeshauptmann Josef Pühringer zwar, dass 85 Prozent der 254 EU-Regionen für industriefreundliche Gratis-Zertifikate samt Benchmark-System für saubere Betriebe wie die Voest stimmten, unklar sind aber noch die Haltung des EU-Umweltministerrats und die Plenums-Entscheidung des EU-Parlaments. Nur wenn Parlament und Rat einig sind, geht der Vorschlag durch.

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