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10.10.2008 18:26

Bist du in deinem neuen Job wirklich richtig?

Der heutige Arbeitsmarkt bietet nur wenig Grund zur Freude, zu wenige Stellen für zu viele Arbeitsuchende – kein Wunder daher, dass ein Jobangebot meist ein Grund zum Jubeln ist. Blindlings stürzt du dich in deine neue Aufgabe, doch irgendwie fühlst du dich nicht so ganz wohl. Zahlt es sich aus, weiter durchzuhalten, oder ist es besser, sich wieder auf dem Jobmarkt umzusehen? Hier erfährst du, auf welche Anzeichen du achten solltest, um genau das herauszufinden.

Soll ich beginnen?
Natürlich ist ein Stellenangebot ein Grund zur Freude, schließlich hast du wahrscheinlich sehr lange gesucht, bis du einen potenziellen Arbeitgeber gefunden hast. Und dennoch: Frei nach dem Motto „Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet“ solltest du dir eine kurze Bedenkzeit erbitten, um für dich selbst noch einmal durchdenken zu können, ob die Stelle wirklich zu dir passt und deinen Vorstellungen entspricht. Weigert man sich, dir auch nur einen Tag zu geben, dann sollte dich das bedenklich stimmen.  

Befindest du dich in einer finanziell angespannten Situation, dann wird die Bezahlung zu einem wichtigen Motivationsfaktor werden. Dennoch solltest du überprüfen, ob es gravierende Faktoren gibt, die dafür sprechen, diesen Job nicht anzunehmen. Deine Alarmglocken sollten dann zu schrillen beginnen, wenn du von deinem zukünftigen Arbeitgeber keine schriftlichen Unterlagen zur Stelle oder zum Arbeitsverhältnis bekommst. Du solltest in jedem Fall etwas Schriftliches vorliegen haben, aus dem die Art des Dienstverhältnisses, deine Arbeitszeit, Sozialversicherung und Sondervereinbarungen hervorgehen. Weigert man sich, dir etwas Derartiges auszuhändigen, dann solltest du zu ergründen versuchen, warum das so ist. Und ohne plausible Erklärung den Job nicht annehmen.

Wenn du ein schriftliches Angebot bekommst, solltest du beim Unterfertigen deines Vertrages darauf achten, dass wirklich alle Punkte in der besprochenen Form auch enthalten sind. Gibt es Abweichungen vom Gespräch zum Angebot bzw. vom Angebot zum Vertrag, dann musst du den Personalverantwortlichen darauf hinweisen und um Richtigstellung bitten. Passiert das nicht, dann ist es ratsam, den Vertrag nicht zu unterzeichnen – wer weiß, auf wie viele Arten du noch über den Tisch gezogen werden wirst...

Gestörtes Arbeitsklima
Sind vertragstechnisch alle Unklarheiten beseitigt, und du hast dich entschlossen, das Stellenangebot anzunehmen, dann geht es erst so richtig los. Du wirst relativ schnell in den ersten Tagen merken, mit welchen Menschen du es nun zu tun hast. Wie kommst du mit deinem Chef klar, und wie begegnen dir deine Kollegen? Bist du in einem vergifteten Umfeld gelandet, in dem gegeneinander statt miteinander gearbeitet wird, dann kann sich das längerfristig auf dein Wohlbefinden und klarerweise auf deine Karriere auswirken. Kannst du dir auch nach der allerersten Zeit nicht vorstellen, langfristig mit den Menschen in deinem beruflichen Umfeld auszukommen, dann begib dich wieder auf die Suche.

Unternehmenskultur
Streng konservativ oder modern und aufgeschlossen, familiär oder formell – du wirst bereits in den ersten Tagen mitbekommen, wie in dem Unternehmen gelebt oder gearbeitet wird, und wie gut sich die Unternehmenskultur mit deiner Persönlichkeit verträgt. Natürlich wird etwas Anpassung gefordert sein, musst du dich allerdings komplett verbiegen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass du hier einfach nicht richtig bist.

Arbeitsabläufe
Vermutlich wirst du gewisse Vorstellungen davon haben, welchen Aufgaben du zugeteilt werden solltest, und wie gewisse Aufgaben erledigt werden sollten. Wirst du ständig in Aufgabenbereichen eingesetzt, die nicht deinem Tätigkeitsbild entsprechen, bzw. werden Abläufe von dir verlangt, die nicht deinem Verantwortungsbereich zuzuordnen sind, dann solltest du dich fragen, was dahinter steckt? Soll ein Sündenbock gefunden werden? Soll eine andere Position ersetzt werden? Wenn dir etwas merkwürdig vorkommt, dann bring den Sachverhalt zur Sprache. Ergibt sich keine Verbesserung, dann solltest du dich wieder auf die Suche begeben.

Erneuter Wechsel
Wenn du dich aus deinem neuen Job verabschieden möchtest, dann solltest du das möglichst bald tun, um nicht an Konkurrenzklauseln, Pönalen oder Ähnliches gebunden zu sein. Auch gilt es, den Wechsel möglichst unauffällig zu vollziehen. Bei den ersten Anzeichen dafür, dass du in deinem gegenwärtigen Job falsch bist, solltest du deine Fühler wieder ausstrecken und dich eventuell auch am Arbeitsamt beraten lassen, wie du weitermachen kannst.

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