So, 19. November 2017

Lenzing

10.10.2008 14:55

Eigentümer dementieren Verkaufspläne

Unicredit und Bank Austria dementieren zwar den Verkauf von Genussscheinen für die Lenzing AG, die Arbeitnehmer im oberösterreichischen Faser-Leitbetrieb beruhigt das aber nicht wirklich. "Die Kollegen haben nach wie vor Angst", so Betriebsratschef Rudolf Baldinger, der im Ernstfall einfallsreich sein will.

Gefährlich für Lenzing ist der indische Birla-Konzern, der Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen könnte: Er hinkt technologisch der oberösterreichischen Konkurrenz weit nach und giert nach ihren Patenten. Könnte er sie sich aneignen, wäre in Lenzing der Ofen aus: Der Standort lebt von der Technologie-Führerschaft.

Eigentümer dementieren Verkaufspläne
Die Bank Austria-Stiftung als Lenzing-Eigentümer und der italienische Bank Austria-Eigentümer Unicredit dementierten die Verkaufspläne: eine echte Notbremse, meinen Banken-Insider. Die Lenzing-Arbeiter trauen dem Dementi weniger. "Wir beobachten die Entwicklung. Wenn sie gegen unsere Interessen geht, werden wir sehr einfallsreich sein", schließt Baldinger Kampfmaßnahmen wie zuletzt im April nicht aus.

Wenig vertrauen in Hilfe der Politik
Auf Hilfe von der Politik wollen sie sich dabei nicht verlassen. "Man hat oft den Eindruck, dass nur symbolische Handlungen gesetzt werden, um sich selbst ins rechte Licht zu setzen", ist Baldinger gespannt, welche Unterstützung es im Ernstfall wirklich gibt.

Unterstützung im Ernstfall
Nicht viel, wenn es nach Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl geht: "Wir können einem Unternehmen nur helfen, wenn es auch unsere Hilfe will", sieht er die Möglichkeiten des Landes begrenzt - und gibt zu, dass es keine ehrlichen Informationen bekommt: Wir kennen auch nur die allgemein bekannten Gerüchte. Er meint auch, dass die Sicherheit Lenzings weniger vom Eigentümer als von der Qualität des Standorts abhängt.

Strugl kennt die Schuldige
ÖVP-Landessekretär Michael Strugl kennt auf alle Fälle schon die Schuldigen: Ursache der Lenzing-Krise sei der Verkauf der Bank Austria, verantwortlich dafür die Wiener SPÖ.

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