Sa, 26. Mai 2018

Tod in Afghanistan

09.10.2008 14:56

USA räumen Tod von 33 Zivilisten bei Angriff ein

Die US-Streitkräfte haben den Tod von 33 unbeteiligten Zivilpersonen bei einem Luftangriff in Afghanistan eingeräumt, der sich bereits am 22. August zugetragen hatte. Diese Zahl liegt erheblich über der bisher genannten Opferzahl und ist Ergebnis einer internen Untersuchung. Zusätzlich seien bei dem Angriff auf ein mutmaßliches Taliban-Lager in der Stadt Azizabad in der Provinz Herat 22 Aufständische getötet worden. Ein US-amerikanischer Militärsprecher bedauerte am Mittwoch (Ortszeit) in Washington "den Verlust unschuldigen Lebens".

Die UNO und die afghanische Regierung hatten von insgesamt 90 getöteten Zivilpersonen berichtet, die US-Truppen sprachen zunächst von "fünf bis sieben" zivilen Opfern sowie 30 getöteten Rebellen.

Die Berichte über den Tod der Zivilisten hatten in Afghanistan für Entrüstung gesorgt. Präsident Hamid Karzai war nach Azizabad gefahren und hatte die Hinterbliebenen besucht. Im September nahm die afghanische Polizei drei Männer fest, die die internationalen Truppen mit Fehlinformationen irregeleitet und so den Luftangriff provoziert haben sollen.

Brigadegeneral Michael Callan, der die US-Untersuchung leitete, sagte am Mittwoch, die Koalitionstruppen hätten "auf der Grundlage glaubhafter Geheimdienstinformationen, in Selbstverteidigung und im Einklang mit dem Kriegsrecht" gehandelt.

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