Sa, 26. Mai 2018

Preis ist im Keller

06.10.2008 17:31

Heimische Bauern klagen über "Türken"-Preis

Die Kärntner Bauern haben heuer wenig Gründe, Erntedank zu feiern. Denn der Preis für Körnermais - immerhin die am häufigsten angebaute Getreidesorte in Kärnten - ist im Keller. Der Grund: Ostländer konnten eine Rekordernte einfahren und überschwemmen den Markt mit Billig-Mais. Ähnlich ist die Situation bei Äpfeln: Der Ertrag ist diesmal sehr gut, der Preis hingegen miserabel.

Verrückte Welt! Während die Preise für Lebensmittel immens angestiegen sind, erhalten jene, die sie herstellen, immer weniger für ihre Erzeugnisse. Kärntens Maisbauern, die heuer an die 200.000 Tonnen "Türken" ernten, müssen mit gewaltigen Einkommensverlusten rechnen.

Östliche Nachbarn überschwemmen Markt
Markus Tschischej, Pflanzenbauexperte in der Kärntner Landwirtschaftskammer: "Ungarn, Polen und Rumänien vermelden eine Jahrhunderternte. Wegen des feuchten Sommers konnten sie den Ertrag bei Mais von sonst drei Tonnen auf neun Tonnen pro Hektar verdreifachen!"

Marktpreis ist um die Hälfte gefallen
Dadurch habe sich der Marktpreis im Vergleich zum Vorjahr aber halbiert. Tschischej: "Die Ostländer liefern um 100 Euro pro Tonne trockene Ware nach Italien, im Vorjahr waren es 200 Euro." Und Italien ist einer der wichtigsten Abnehmer für unseren Mais. Der Agrarfachmann ist aber optimistisch: "Der Preis für Mais wird nächstes Jahr sicher wieder steigen."

Ähnliches Situation bei Äpfeln
Ähnliches gilt für Äpfel, die heuer reichlich geerntet werden. Auch da drückt Billigware aus dem Osten den Preis. Birnen hingegen sind Mangelware - und dementsprechend teurer geworden.

von Martin Radinger/Kärntner Krone und www.kaerntnerkrone.at
Symbolbild

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