Mi, 18. Oktober 2017

Leichen gesichtet

06.10.2008 16:31

Zwei Taucher im Gosausee gestorben

Romantisch, glasklar - und tödlich: Sonntagmittag ist im Vorderen Gosausee am Fuße des Dachsteinmassivs ein deutsches Taucherpaar ums Leben gekommen. Ein Zeuge hatte die letzten Luftblasen gesehen. Die beiden Leichen wurden im Zuge von Suchaktionen am späten Nachmittag gesichtet, müssen aber erst noch geborgen werden.

Eine zehnköpfige Tauchergruppe aus Berlin hatte am Wochenende die Reize des kristallklaren, mehr als sechzig Meter tiefen Vorderen Gosausees genießen wollen. Am Sonntag gegen 11 Uhr stieg ein 45-jähriger Tauchlehrer mit einer 49-jährigen Kameradin im "Bärntal" in den Bergsee.

Die Gruppe hatte zuvor einen zeitlichen Treffpunkt am Ufer des Sees vereinbart - zu dem das Paar aber dann nicht kam. Kurz nach 13 Uhr schlugen die Tauchkameraden deshalb schließlich beim Roten Kreuz in Gmunden Alarm.

Große Luftblase als letztes Lebenszeichen
Taucher der österreichischen Wasserrettung erfuhren vor Ort, dass es sich bei den beiden Opfern um Tieftauchprofis handelt, die dafür auch speziell ausgerüstet gewesen seien. Dennoch ist es zu einer tödlichen Panne gekommen: Ein Augenzeuge berichtete den Rettern, dass er in der Seemitte eine große Luftblase aufsteigen sehen habe - dann gab es kein Lebenszeichen von den beiden Tauchern mehr. Um 17 Uhr war es Gewissheit: Unterwassersuchtrupps sichteten die Leichen der vermissten Taucher in der Seemitte in 55 Metern Tiefe.

Von Johann Haginger, Oö. Krone

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