Mi, 22. November 2017

Neue „Waffe“

05.10.2008 18:08

Israel: „Superstinkbombe“ gegen Protestierende

Angesichts von Vorwürfen, übermäßige Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten etwa im Westjordanland anzuwenden, hat sich Israel eine neue, nicht tödliche, aber zweifellos äußerst wirksame Waffe zugelegt: "Skunk" ("Stinktier") ist eine schmutzig-grüne Flüssigkeit mit der renitente Zivilisten besprüht werden können.

"Stellen Sie sich das Schlimmste vor, das sie jemals gerochen haben", heißt es dazu in einem Bericht des britischen Senders BBC: "Ein erdrückender Mix von verfaulendem Fleisch, seit Wochen ungewaschenen Socken und dem stechenden Gestank eines offenen Abwasserkanals." Der Horror-Geruch haftet dem Besprühten mindestens drei Tage an und lässt sich in dieser Zeit auch durch intensivstes Waschen nicht entfernen.

"Effektiv und völlig organisch"
Der zuständige israelische Polizei-Superintendent David Ben Harosh lobt Skunk, weil es effektiv und dabei völlig organisch sei. Es enthalte keine illegalen Chemikalien oder Substanzen, man könne es sogar trinken. Ben Harosh hofft nun, dass auch ausländische Sicherheitsdienste die israelische Erfindung kaufen werden.

Menschenrechtler hingegen weisen darauf hin, dass die Stinkbombe zwar keine äußeren Verletzungen wie etwa gummiummantelte Stahlgeschoße verursache. Allerdings könnten unbeteiligte Passanten bei einer Demonstration auch etwas von Skunk abbekommen und dann tagelang darunter leiden.

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