Mi, 22. November 2017

Prozess

03.10.2008 10:49

Verseuchtes Blut bringt Männer vor Landesgericht

Zwei Oberösterreicher, die bereits in den 90er Jahren mit verseuchtem Blut gehandelt und Tausende Menschen gefährdet haben sollen, müssen sich ab kommendem Donnerstag vor dem Landesgericht Linz verantworten. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das am Freitag. Die Anklage lautet auf vorsätzliche Gemeingefährdung und schweren gewerbsmäßigen Betrug.

Der Fall war 1996 aufgeflogen: Neben Verdächtigen aus den USA, der Schweiz und Südafrika sollen auch die beiden Oberösterreicher führend an den internationalen Geschäften mit verseuchtem bzw. verdorbenem Plasma beteiligt gewesen sein. Das Blut, so der Vorwurf, sei zu "Rohmaterial" verarbeitet worden, aus dem eine Firma in Israel Medikamente herstellte.

Die Arzneimittel sollen dann wieder zurück nach Oberösterreich gekommen und von dort Großabnehmer beliefert worden sein. Die Präparate seien schließlich in anderen Ländern, vor allem in Indien und China, gelandet und dort an Patienten verabreicht worden, heißt es. Medien berichteten damals von Zehntausenden Erkrankten in verschiedenen Ländern.

Der Akt der Staatsanwaltschaft umfasst 20.000 Seiten. Die beiden Angeklagten sind zu den Vorwürfen nicht geständig. Der Prozess soll am 16. Oktober fortgesetzt werden.

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