Mi, 23. Mai 2018

Neues FPÖ-Gesicht

03.10.2008 11:06

Mario Eustacchio statt Susanne Winter

Der 44-jährige Bankprokurist Mario Eustacchio wird der ins Parlament wechselnden Susanne Winter in die Grazer Stadtregierung nachfolgen. Die Parteigremien von Stadt und Land haben bereits grünes Licht gegeben. Inhaltlich vertrete er die gleichen Ansichten, hätte aber Winters umstrittene (Islam-)Themenstellungen anders formuliert.

Eustacchio hat als Burschenschaftler ("Stiria") und RFS-Kandidat der 1980er-Jahre zwar eine einschlägige politische Vergangenheit, er ist seit fünf Jahren auch Finanzreferent der Landespartei, war aber nach außen erst bei der Kommunalwahl 2008 in Erscheinung getreten. Als Listen-Vierter verzichtete er dann auf sein Mandat, weil ihm dies - wie er heute sagt - nach den Turbulenzen um die Islam-Aussagen der Spitzenkandidatin Winter von seinem Arbeitgeber nahegelegt worden sei.

"Inhaltlich gleiche Ansichten wie Winter"
Nun hätten sich die Voraussetzungen geändert, begründet der designierte Stadtrat seinen Entschluss, die Nominierung anzunehmen. Inhaltlich vertrete er im Übrigen die gleichen Ansichten wie Winter, hätte aber "die Themenstellungen anders formuliert und aufbereitet", erklärte Eustacchio.

Der Absolvent einer Fachhochschule wird Winters vom Umfang her bescheidenes Ressort, das im Wesentlichen die Geriatrie umfasst, erben. "Man nimmt, was man kriegt", kommentierte der Neo-Stadtrat, fügte aber an, dass er "zur gegebenen Zeit nachverhandeln" wolle.

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