Mi, 21. Februar 2018

Schutz vor Terror

30.09.2008 09:30

Teil der IAEO nimmt Arbeit in Wien auf

Eine neue internationale Organisation für nukleare Sicherheit mit Sitz in Wien soll kommende Woche ihre Arbeit aufnehmen. "Es gibt eine Lücke zwischen den weltweiten nuklearen Gefahren und unserer Antwort darauf", konstatierte einer der Initiatoren, Charles Curtis, im Rahmen der 52. IAEO-Generalversammlung am Montag in Wien. Diese Lücke versuche das "World Institute for Nuclear Security" (WINS) ein Stück weiter zu schließen.

IAEO-Generalsekretär Mohamed ElBaradei begrüßte WINS als eine die Internationale Atomenergiebehörde ergänzende Einrichtung, die dieselben Ziele verfolge. "Wenn wir in den vergangenen elf Jahren meiner Amtszeit irgendetwas gelernt haben, dann, dass die Möglichkeit nuklearen Terrorismus die größte Bedrohung darstellt". "Wir müssen uns schützen", betonte der IAEO-Chef. "Die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel."

"Die Welt kann nicht auf ein 'Security'-Tschernobyl warten", unterstrich auch der NTI-Vizevorsitzende und frühere US-Senator Sam Nunn. Er pochte auf die "drei S" atomarer Sicherheit "Safety, security and safeguards" (Sicherheit, physische Sicherheit des Brennmaterials und Sicherungsmaßnahmen, Anm.). Nicht zuletzt, weil alle ihm bekannten Geheimdienstberichte darauf hindeuteten, "dass Terroristen so schnell laufen wie sie nur können, um spaltbares Material in die Hände zu bekommen".

Mit einer kleinen Mannschaft unter Führung von Roger Howsley und der finanziellen Unterstützung von USA, Norwegen und der "Nuclear Threat Initiative" (NTI) soll das Institut als Schnittstelle zwischen Atomindustrie, Regierungen, NGOs und Experten fungieren und den freiwilligen Austausch von "Best-Practice"-Modellen für die physische Sicherheit atomaren Materials vorantreiben.

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