Fr, 25. Mai 2018

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30.09.2008 09:51

Kärnten: BZÖ jubelt, SPÖ und ÖVP enttäuscht

Rund elf Prozent für das BZÖ bundesweit, in Kärnten gar 39,41 Prozent - der Kärntner Landeshauptmann und BZÖ-Parteichef Jörg Haider sieht sich in seinem politischen Weg bestätigt. Weit zurückgefallen ist die SPÖ - auf 28,49 Prozent. Herbe Niederlage auch für die Kärntner ÖVP, sie ist auf 14,02 Prozent geschrumpft. Die Landeschefs von SPÖ und ÖVP verwiesen in ersten enttäuschten Reaktionen auf den Bundestrend. Zufriedenheit in der Kärntner FPÖ über die bescheidenen Zugewinne (sie holte diesmal 7,66 Prozent), die etwas zurückgefallenen Grünen (6,23 Prozent) hoffen noch auf Wahlkarten-Stimmen.

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Haider meinte in einer ersten Reaktion: "Ich gehe damit als Landeshauptmann gestärkt in die nächste Landtagswahl." Das Ergebnis in Kärnten, aber auch bundesweit sei ausgezeichnet ausgefallen.

SPÖ-Rohr hat dieses Resultat erwartet
Der Kärntner SPÖ-Chef Reinhart Rohr meinte, das Resultat sei "zu erwarten" gewesen: "Es war schon klar, dass wir mit dem Bundestrend verlieren oder gewinnen werden, wobei letzteres nicht zu erwarten war." Das Ergebnis für das BZÖ sei für ihn nicht überraschend, immerhin habe Haider mit der FPÖ 1999 in Kärnten 39 Prozent und damals schon Platz Eins erreicht. "Natürlich hätten wir uns gewünscht, erste zu bleiben, aber es hat nicht sollen sein."

ÖVP-Martinz: "Es gibt nichts zu beschönigen"
ÖVP-Obmann Josef Martinz meinte: "Es ist eine Niederlage, da gibt es nichts zu beschönigen." Der Bundestrend sei aber nicht aufzuhalten gewesen. Die ÖVP in Kärnten musste an zwei Fronten kämpfen: Gegen die SPÖ und gegen ein starkes BZÖ. Martinz glaubt, dass Spitzenkandidatin Ursula Plassnik den Absturz in Kärnten sogar noch etwas gemildert habe.

Wenn man den Urnengang als Test für die Landtagswahl sehe, "ist es auch ein kleiner Lichtblick, weil wir über dem Ergebnis der letzten Landtagswahl liegen". Bei der Landtagswahl 2004 hatte die ÖVP fast die Hälfte der Stimmen verloren und war nur noch auf elf Prozent gekommen.

Zufriedenheit bei der FPÖ
FPÖ-Obmann Franz Schwager zeigte sich zufrieden mit dem Kärntner Ergebnis: "Wir haben gewusst, dass der Landeshauptmann weit mehr zieht und wir haben auch nicht so viele Mittel gehabt." Es sei eine bundesweite Wahl, bei der die FPÖ so viel dazugewonnen habe wie noch nie. Das Kärntner Wahlresultat (7,66 Prozent für Blau) beschert der FPÖ-Landespartei ein Mandat im Parlament.

Grünen hoffen noch auf Wahlkarten
Das Ergebnis der Grünen sei "natürlich eine Enttäuschung", meinte der Landessprecher der Grünen, Rolf Holub. Er hofft noch darauf, dass die Wahlkarten, wie meist, das Resultat für seine Partei noch ein wenig verbessern, das angestrebte Mandat sei jedoch außer Reichweite. "Jetzt heißt es, noch intensiver weiterkämpfen", sagte der Kärntner Grünen-Chef in Hinblick auf die anstehende Landtagswahl 2009.

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