Mi, 21. Februar 2018

Toboggan-Facelift

25.09.2008 14:01

Hölzerner Prater-Rutschturm wird generalsaniert

Noch ist der "Toboggan" eingerüstet, doch schon bald soll er wieder zu Rutschpartien laden: Der denkmalgeschützte Rutschturm im Wiener Prater, der im Jahr 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, wird generalsaniert. Die Kosten belaufen sich auf 350.000 Euro, Stadt und Bundesdenkmalamt schießen 150.000 Euro zu. Das Holzbauwerk sei weltweit das älteste und letzte seiner Art, versicherte Eigentümer Sammy Konkolits.

Mit der Revitalisierung der historischen Konstruktion wurde bereits Anfang September begonnen. Mitte Dezember soll sie abgeschlossen sein, mit Saisonstart im März 2009 darf dann wieder gerutscht werden. Die Arbeiten gestalten sich dabei einigermaßen aufwendig: Momentan wird ein Tragegerüst aufgebaut. Dieses soll die Rutsche, die sich außen um den 25 Meter hohen Turm windet, stützen. So kann der Toboggan komplett abgetragen und neu gebaut werden, während die 100 Meter lange Rutschbahn erhalten bleibt. Ihr Belag wird aber ebenfalls saniert.

Ur-Rutschturm stammt aus dem Jahr 1913
Die Urform des Holzturms wurde 1913 eröffnet, brannte im Zweiten Weltkrieg jedoch völlig ab. 1947 erfolgte der Wiederaufbau der Rutsche, deren Zustand bis zur endgültigen Schließung immer nur notdürftig nachgebessert wurde. Vor zwei Jahren wurde die mittlerweile baufällige Attraktion unter Denkmalschutz gestellt.

Laut der ausführenden Baufirma orientiert sich die Sanierung am historischen Erscheinungsbild, wobei sicherheitstechnische Anpassungen erfolgen, hieß es. Rund 22 Kubikmeter Lärchen- und Fichtenholz sollen verarbeitet werden. Die Runderneuerung umfasst auch Stiegen, Geländer, Podeste und das Förderband, das die Besucher direkt zum Aufstieg in den Turm führen wird.

350.000 Euro Gesamtkosten
Von den 350.000 Euro Gesamtkosten wird die Stadt Wien 100.000 Euro, das Bundesdenkmalamt 50.000 Euro übernehmen. Der Rest kommt von Sponsoren und den Eigentümern. "Ob die Rutsche eine gewinnträchtige Sache ist, ist mir weniger wichtig", betonte Konkolits. Hauptsache, sie werde wieder auf Vordermann gebracht. Schließlich habe sie eine ähnliche Bedeutung wie etwa das Riesenrad, gab sich der Eigentümer überzeugt.

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