Mi, 23. Mai 2018

Erlös eingesackt

26.09.2008 22:29

Autohändler prellt Partner um 1,4 Millionen Euro

Im großen Stil hat ein Autohändler in Fürstenfeld Fahrzeuge veruntreut: Mehr als 50 Neuwagen wurden an Kunden verkauft, das Geld dafür langte aber nie auf dem Konto des Grazer Großhändlers ein. 1,4 Millionen Euro steckte der 40-Jährige in die eigene Tasche. Jetzt flog die Sache auf, vom Geld fehlt aber noch jede Spur.

Über viele Jahre hat der Autoverkäufer aus Fürstenfeld für einen Grazer Großhändler Nissan, Lancia, Renault, Alfa Romeo und Co. unters Volk gebracht. Lange ging auch alles gut, bis "die Zahl der Autoverkäufe sank, die hohen Fixkosten aber blieben".

Da kam dem oststeirischen Familienvater die üble Idee, das Geld für die verkauften Neuwagen einfach in die eigene Tasche zu stecken. Natürlich nur so lange, bis er wieder liquid wäre und alles hätte zurückzahlen können.

Buchhalterin immer wieder vertröstet
Die Typenscheine bekam der 40-Jährige trotzdem weiter ausgehändigt. Wegen der Verkaufserlöse vertröstete er die Buchhalterin aber immer wieder aufs Neue. In einigen Fällen gab er bei der zuständigen Versicherung sogar nur die sogenannte Verkaufsvertragsnummer an - und bekam die Zulassungsdaten dennoch einfach frei Haus geliefert.

Von den Millionen fehlt jede Spur
Im April flog alles auf, der Großhändler erstattete die Anzeige. Die Firma des Oststeirers ging mit drei Millionen Euro in Konkurs. Von dem Erlös der Veruntreuungen - das sind immerhin fast 1,4 Millionen Euro - fehlt noch jede Spur. Protzig soll der Mann mit den ergaunerten Millionen aber nie aufgetreten sein.

Der 40-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden