Sa, 16. Dezember 2017

Meinungsumfrage

25.09.2008 14:06

Warum wir welche Partei wählen

Das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS hat untersucht, warum die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher bei der kommenden Nationalratswahl welche Parteien wählen. An oberster Stelle stehen das Verständnis für soziale Probleme und der Einsatz der Parteien für österreichische Anliegen.

Die Meinungsforscher gehen davon aus, dass Wahlentscheidungen zumeist das Ergebnis von sehr vielen und verschiedenartigen Überlegungen sind. Deshalb erkundigte sich IMAS bei den Wählern, was ihnen im Hinblick auf die bevorstehende Nationalratswahl so alles durch den Kopf geht. Die meisten (41 Prozent Nennungen) beschäftigt die Frage, welche Partei das größte Verständnis für die sozialen Probleme der Menschen hat. An zweiter Stelle steht die Frage, welche Partei oder welcher Politiker sich besonders für die Interessen der Österreicher einsetzt (40 Prozent).

Interessant: Wirtschaftliche Gegenwartsprobleme
Nur eine Spur geringer - jeweils 37 Prozent - ist die Neugier an den Zielsetzungen der Parteien sowie daran, welche politischen Kräfte am ehesten in der Lage sind, die wirtschaftlichen Gegenwartsprobleme zu lösen. 36 Prozent stellen Überlegungen an, welche Parteien nach der Wahl miteinander regieren können. 35 Prozent fragen sich, ob man den Versprechen der Parteien vertrauen kann.

Mittlere Bedeutung: Kanzlertauglichkeit, Recht und Ordnung
Von mittlerer Bedeutung ist für die Wähler, welcher Spitzenkandidat sich am ehesten für die Kanzlerschaft eignet und wer sich besonders für Recht und Ordnung einsetzt (jeweils 30 Prozent). Ebenfalls von mittlerer Wichtigkeit ist die Frage, welcher Politiker beziehungsweise welche Partei vertrauenswürdig ist und wer am meisten gegen die Überfremdung durch Ausländer tut (jeweils 29 Prozent).

Weniger wichtig: Wahlkampfkosten, Modernität
19 Prozent interessieren sich dafür, wie viel die Wahlwerbung kostet, ebenso viele, welche Partei beziehungsweise welcher Politiker besonders moderne und fortschrittliche Ideen zu bieten hat. Nur 17 Prozent machen sich eigenen Angaben zufolge Gedanken darüber, wie die Spitzenpolitiker im Fernsehen bei Diskussionen oder Interviews wirken. "Hier wird die unterbewusste Wirkung von Bildschirmerlebnissen auf die politische Meinungsbildung von den Wählern sehr wahrscheinlich ein wenig unterschätzt", merkt IMAS dazu an.

Kaum Interesse an Meinungsumfragen und Integration
Noch geringer (zwölf Prozent Nennungen) ist die Aufmerksamkeit dafür, wie die Parteien gerade in den Meinungsumfragen liegen. Nur zehn Prozent stellen Überlegungen an, wer sich für die Integration und das Zusammenleben mit den Ausländern einsetzt.

Das Meinungsforschungsinstitut hat bei einer Umfrage 1.002 repräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahren Ende August und Anfang September befragt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden