Di, 20. Februar 2018

Stadt bremst

25.09.2008 16:04

Rote Ampel für Kart-Grand-Prix

Voll auf der Bremse steht die Stadt in Sachen Genehmigung eines Kart-Grand-Prix im kommenden Jahr bei der Grazer Oper. Dabei haben die Organisatoren ihre Hausaufgaben gemacht. Mit umweltschonenden Gas-Karts ohne nennenswerte Abgase würde der Motorsport eine "grüne Österreichpremiere" feiern.
Grünes Licht von den Behörden, rotes Licht von der Politik! Veranstaltungs-Profi Erich Hollerer trifft mit seinem geplanten Kartrennen mit Biogas-Boliden bei der Grazer Oper auf Widerstand: "Dreimal ist das Spektakel problemlos über die Bühne gegangen. Diesmal, wo wir mit modernster Technologie den Umweltschutzgedanken mit Motorsport verbinden, werden uns Steine in den Weg gelegt."

Im Mai noch positive Signale
Dabei gab es, als er Ende Mai um die Genehmigung angesucht hatte, durchwegs positive Signale von den Behörden. Die Meldung vom "grünen Motorsport" im "Autoland Steiermark" wurde positiv aufgenommen. Ohne Feinstaub und ohne CO2 sollten die Öko-Boliden ihre Österreich-Premiere feiern. Hollerer: "In Deutschland wird seit diesem Jahr diese Technologie genutzt."

Nagl skeptisch, Rücker kategorisch dagegen
Bei der Grazer Politik spießt es sich aber mit einem positiven Bescheid. Die grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker lehnt Motorsport in der Innenstadt nämlich kategorisch ab. Bürgermeister Siegfried Nagl ist skeptisch - sein Sprecher Thomas Rajakovic: "Das letzte Wort ist zwar noch nicht gesprochen. Grundsätzlich wollen wir aber keine solchen Rennen mehr im Zentrum. Vielleicht wäre eine Verlegung an einen anderen Ort eine Alternative." Für Hollerer ist das freilich kein Thema: "Die Oper ist für mich die einzige Location, die man touristisch verkaufen kann. Immerhin haben sich unter anderem das Deutsche Sportfernsehen und N24 angesagt."

Und er legt auch Wert darauf, dass er keine finanzielle Unterstützung durch die Stadt benötigt: "Die Wirtschaft nimmt das Rennen ja bestens an. Das einzige, was wir als Veranstalter brauchen, sind endlich Rahmenbedingungen, mit denen wir diese Stadt beleben können."

von Thomas Bauer, "Steierkrone"

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