Sa, 24. Februar 2018

"Passiert da was?"

24.09.2008 18:36

Klagenfurter Innenstadt verwaist immer mehr

Die Klagenfurter Innenstadt droht zu verwaisen. Immer mehr Unternehmen sperren zu, immer weniger neue Filialen werden eröffnet. Obwohl die Stadt ein Leerflächenmanagement betreibt und Sonderförderungen anbietet, verfallen sogar in Top-Lagen ganze Häuserblocks, wie die "Kärntner Krone" beim Stadtbummel feststellen musste.

Unser Rundgang beginnt auf dem Kardinalsplatz, wo das "Haus der Gesundheit" schon seit langem kein neuer Mieter harrt. An der Ecke daneben ist zumindest handwerkliche Aktivität zu bemerken - in dem Raum, wo sich in den vergangenen Jahren viele verschiedene Wirte die Klinke in die Hand gegeben haben, will nun ein neuer Küchenchef aufsperren.

Triste Bahnhofstraße
Der Spaziergang durch die Bahnhofstraße ist triste: "Zu vermieten"-Schilder kleben an vielen Schaufenstern; die Belebungsversuche des Stadtmarketings haben hier offenbar nicht wirklich gegriffen.

"Passiert da endlich was?"
Noch schlimmer schauts auf dem Fleischmarkt aus: Früher gabs hier Wurstsemmeln (beim Semmelrock) und Spielzeug (beim Herbst), jetzt verfällt der ganze Block; Unrat türmt sich vorm Haus, alte Plakate kleben an den schlierigen Fenstern. "Passiert da endlich was?", fragt ein Passant, als wir fotografieren. "Es wäre höchste Zeit, dass der Schandfleck wegkommt!"

Mehr Fotos findest du in der Infobox!

Mieten sind teuer
Auch auf dem Alten Platz herrscht Interesse, wenn die "Krone"-Fotografin die leeren Läden ablichtet. "Suchen´s ein Geschäft?", fragt ein Makler. "Die Mieten hier sind aber teuer: Rund 2.500 Euro netto für 100 Quadratmeter müssen´s schon rechnen."

Kein Nachfolger
Kein Wunder, dass ein alter Kebabstand keinen Nachfolger findet. Nur beim Niedermeyer sollte Ende Oktober wieder Leben einziehen. "Da kommt ein Hutter-Café rein", weiß der Bad Kleinkirchheimer Bauleiter Josef Asseg.

Fläche seit einem Jahr leer
Wie die Zukunft der einstigen Traditionsbuchhandlung Worsch auf dem Neuen Platz ausschaut, weiß noch keiner. Seit einem Jahr steht die Fläche leer - vis-a-vis vom Lindwurm, mit Blick zum Rathaus.

Dort versucht man ja, mit einem Leerflächenmanagement und 3.700 Euro Sonderförderungen der Misere beizukommen. Bislang vergeblich, wie sich zeigt.

von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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