Di, 22. Mai 2018

Rückers Radwege

25.09.2008 16:05

"Stadtpark vor Grünen schützen" - ist das nötig?

Einen Teil des Stadtparks für den Radverkehr öffnen? Für den Naturschutzbeauftragten der Stadt, Wolfgang Windisch, ist der Plan der Grünen ein rotes Tuch: "Ich muss den Park vor den Grünen schützen!" Der Stadtpark steht unter Naturschutz, aber Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker ortet keinen Widerspruch mit neuen Radwegen.

Betroffen von der Radfahr-Offensive im Stadtpark wären die Zufahrt zum Forum-Stadtpark und die "Zinsendorf-Promenade". Rücker: "Stadtrat Erich Edegger hat den Stadtpark einst unter Naturschutz stellen lassen, um den Bau einer Tiefgarage zu verhindern. Er wollte aber sicher nicht verhindern, dass hier einmal Radfahrer unterwegs sind!"

Rücker: "Die Routen gibt's doch schon"
Man müsse die Kirche im Dorf lassen. "Der Naturschutz und die Menschen, die Erholung und Ruhe suchen, sind natürlich wichtig. Es ginge nur um die Legalisierung einer Route, die ohnehin schon verwendet wird."

Windisch: "Da könnte ja jeder kommen..."
Nun ist die Frage zu klären, ob eine solche Öffnung mit dem Naturschutz vereinbar ist. Für Windisch ist der Fall offenkundig klar: "Hier wird der Naturschutz ausgerechnet von den Grünen ausgehöhlt, die in den letzten Jahren um jeden Baum im Stadtpark gekämpft haben. Der Park ist eine Erholungsfläche und keine Radfahrstrecke! In Zukunft könnte dann jeder kommen, und Ausnahmegenehmigungen einfordern." Es sei ja absurd, dass er als Naturschutzbeauftragter den Stadtpark gegen die Grünen schützen müsse...

Und Windisch erinnert auch daran, dass viele Ideen und Projekte, wie etwa ein Oktoberfest im Stadtpark, stets mit Hinweis auf den Naturschutz abgelehnt worden sind.

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