Mo, 26. Februar 2018

Abrüstung gelobt

12.10.2008 12:28

Nordkorea will seine Atomanlage abschalten

Als Reaktion auf die Streichung von der US-Liste der "Schurkenstaaten" (ausführlicher Bericht in der Infobox) hat Nordkorea angekündigt, seine Atomanlage Yongbyon (im Bild eine Luftaufnahme) nun doch abzuschalten. "Wir begrüßen, dass die USA ihre Pflicht erfüllt haben, uns von der Liste der Terrorunterstützer zu nehmen", sagte ein Außenamtssprecher der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur.

Die Regierung in Pjöngjang habe sich entschieden, die Abschaltung der Atomanlage Yongbyon wieder aufzunehmen, hieß es. Zugleich solle es Beobachtern der USA und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) ermöglicht werden, die Abrüstung zu überwachen.

IAEO soll Überwachung ermöglicht werden
Erst Ende September hatte Nordkorea die im Vorjahr ausgehandelte Überwachung der Anlage durch die IAEO unterbunden und angekündigt, dass dort Anfang Oktober wieder spaltbares Material verwendet werden solle. Pjöngjang reagierte damit auf die Weigerung Washingtons, das kommunistische Land von ihrer Liste der "Schurkenstaaten" zu nehmen. Am Samstag strich US-Außenministerin Condoleezza Nordkorea dann offiziell von der Liste. Den Angaben zufolge hatte Nordkorea zuvor "einer Reihe von Kontrollmaßnahmen" zur Überwachung seines Atomprogramms zugestimmt.

Aufbereitung von Plutonium möglich
In der Anlage entsteht beim Aufbereitungsprozess Plutonium, das zum Bau von Atomwaffen verwendet werden kann. Die Wiederaufbereitungsanlage von Yongbyon liegt knapp 100 Kilometer nördlich von Pjöngjang. Im Oktober 2006 hatte Nordkorea erstmals einen Atombombentest vorgenommen.

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